Samstag, 6. Februar 2016

Nur ein bisschen Theaterdonner

Ein bisschen Drama auf der Bühne, nur Theaterdonner und nichts dahinter... Aber den Zuschauer hat es ergötzt.


Schnell noch die Eindrücke durch Zusammenkleben festgehalten und gemerkt, dass die Wolken schneller als ein Kameraschwenk zu ziehen vermögen.
Dabei ist das scheinbare Aufbrausen des Februarhimmels nur Rollenarbeit.


Manchmal wird da oben ganz kurz und zart ein Seidenvorhang gezogen und ein Blick in die nah-ferne Berglandschaft gewährt. Was für ein Stück wird dort gerade gespielt? Das Wintermärchen?


Der Theaterplan der nächsten Tage ödet mich an. Statt "Frühlingserwachen" wird hier heute nur Bühnennebel abgelassen (schottischer Nebel? Macbeth?). Und nächste Woche? Puh, eklig. Ich hab keine Lust auf Shakespeares "Sturm", auch der "Kleine Wassermann" als regennasse Endlosschleife auf der kleinen Bühne lockt mich nicht.

Vorhang zu, ich mache jetzt Spätwinterschlaf.
Wer sehen möchte, was woanders an Himmelsschauspielen so geboten wird, guckt in Katjas Schaukasten. 

Donnerstag, 4. Februar 2016

LeckerLektüre


Während draußen Schneeregenschauer die Straße entlang jagen, vertiefe ich mich in meine Bücher. In fiesen dunklen Februarstunden lese ich Kochbücher wie Kriminalromane oder wie romantische Liebesgeschichten (wie dieses hier von Nigel Slater). Ich lasse  längst vergessene Gemüsenamen wie "Butterrübe" über meine Lippen gleiten, wage mich auf neue kreative Kochwege und komponiere frisch und frech. Mal sanft in Farbe und Geschmack, mal bunt, wild und scharf.


Hhmmm. Einfach etwas Butter auf eine Scheibe des selber gebackenen Kartoffelbrots schmieren.
Dann setze ich mich wieder an meine gemüselastige Lektüre.


"Nicht, dass meine Frau schlecht kocht, aber es kommen fortwährend irgendwelche Pygmäen in meine Küche und tauchen ihre Pfeile in die Suppe."


Woody Allen

Sonntag, 31. Januar 2016

Sonntagssplitter

Der Zeisig

War einmal ein winz’ges Ding,
So ein kleines Zitscherling,
Saß vergnügt auf seinem Aste,
Sang sein Lied wie es ihm passte.
Sprach die Amsel aus dem Wipfel:
"Ei, du dummer kleiner Zipfel!
Wer nicht besser singen kann,
Der fang’ lieber gar nicht an!"
Jener ließ sich nicht betören,
Sprach: "Es braucht nicht zuzuhören,
Wem mein Liedchen nicht gefällt ...
Groß genug ist diese Welt!
Darum lass’ mich doch in Frieden!
Mir hat Gott nicht mehr beschieden,
und ich singe früh und spät
So wie mir der Schnabel steht,
Weil ich lustig bin und heiter ...
Wer’s nicht hören mag, geh’ weiter!"

Heinrich Seidel


 Gehört:  Zeisig, Goldammer oder Grünfink? Wisst Ihr es vom Aussehen her? (In solchen Momenten denke ich immer, wie wenig wir eigentlich nur noch über die Natur wissen. Was man nicht kennt und schätzt, schützt man auch nicht... ) 


Gekauft: Den Frühling. Ohne etwas Wachsendes und Blühendes geht es im Januar einfach nicht.


Eingeweckt: Nein, ich bin keine Dekoqueen... Aber da fiel gerade die Kelleraufräumaktion mit dem Blumenkaufrausch auf denselben Tag

  
Gefunden: im Keller (s.o.) des Herrn H.'s Sammlung aus ganz frühen Jugendtagen. Ich bin froh, dass er sich bald darauf besonnen hatte, sein naturwissenschaftliches Interesse auf Steine zu verlagern. (Nein, auf die Diamanten- und Edelsteinsammlung bin ich bislang noch nicht gestossen., aber ich bin ja noch längst nicht mit dem Kellerausmisten fertig..)


Gesehen: gleich drei Kormorane beim Flügeltrocknen. 


Genossen: Januarsonne, die sich bei uns auch einmal gezeigt hat.  Einen imposanten Hund habe ich, gell?


Gelegt: ein Libanon-Zeder-Zapfen-Mandala. 


Gestolpert: über Schneeglöckchen, als ich eigentlich ein paar Bäume für Ghislanas Baumfreunde fotografieren wollte. Allerzarteste Krokusspitzen sah ich auch schon aufblitzen.


Geknipst: ein paar Nebelmaronibäume. Nebel ist ja manchmal recht öde, aber ein stimmungsvoller Fotohintergrund.


Ciao Januar!!

Samstag, 30. Januar 2016

Unspektakuläre Himmel

Wieder einmal hab ich den morgendliche Hauch zwischen Nebelgrau und Himmelblau durchfahren. Das ist immer wieder ein bezaubernder Augenblick, vermischt mit ein bisschen Frust, da ich mit dem Hund auf der Runde gerade die Grauzeit erwischt hatte.  



„Sonnenschein ist köstlich,
Regen erfrischt,
Wind kräftigt,
Schnee erheitert.
Es gibt kein schlechtes Wetter, 
es gibt nur verschiedene Arten von gutem.“


John Ruskin





Heute gibt es bestimmt spektakulärere Himmel als meine bei Katjas Himmelssammlung zu sehen. Schaut mal bei Ihr vorbei.
Ein schönes Wochenende!