Sonntag, 25. Januar 2015

Wochenperlen.....

Friert im Januar Stein und Bein,
könnte es der Winter sein...



Gefragt: Gab ich etwas zu voreilig letzten Sonntag die Farbprognose Weiß aus?
Gefunden: Kleine Winterfreuden unterwegs entdeckt
Gewundert: Schnee und Grün halten sich (noch) die Waage. Die Schneewolken scheinen bislang um uns herum gezogen zu sein.
Gefreut: Statt Weiß draußen ziert für ein paar Tage Tulpenweiß den Tisch.
Gewünscht: Das freundliche Pferd am Weg, auch in einen "Wintermantel" gehüllt, erinnerte mich daran, dass ich ja eigentlich schon immer ein Pferd haben wollte. (Die Erfüllung solcher Wünsche pflegt in der Regel ein bis zwei Generationen zu überspringen.)
Geärgert: Beim Anblick fürchterlich hergerichteter Waldstücke in unserer Gemeinde fiel mir ein Zitat ein, dass ich diese Woche bei Lotta fand: "Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächtbeste Zeit ist jetzt." Aleksej Andreevic Arakceev.  Leider weiß man davon hier nichts...
Gesucht: Ist dieser Migros-Parkplatz nur für mich reserviert  Wo sind die Schweizer?  In Konstanz (und anderen grenznahen Orten) beim Einkaufen...



Samstag, 24. Januar 2015

In heaven - Krähenhimmel

Wenn man im Einheitsgrau dieser Januarwoche die Auswahl hätte, würde man doch unverzüglich zum einzigen, morgendlichen Lichtblick (Tag drei der Wochenschnitte) greifen...


und ihn ganz fest ans Herz drücken oder sich drin einhüllen. Wie gut, dass die Wellen des Sees aus dem Lichtschein noch ein feines Geschmeide gewoben haben. Das muss jetzt erst einmal reichen.


Denn: Schluss! Jetzt wird nicht mehr über den Hochnebel gejammert!
Wenn die Farbe aus der Welt gewichen scheint, suche nach den Freunden mit dem nichtfarbenen Kleid, die sich in den Wipfeln zur kurzen Morgenversammlung treffen. Die geben sich gutgelaunt.

Die Krähe
Die Krähe lacht. Die Krähe weiß,
Was hinter Vogelscheuchen steckt,
Und dass sie nicht wie Huhn mit Reis
und Curry schmeckt. 


Die Krähe schnupft. Die Krähe bleibt
Nicht gern in einer Nähe.
Dank ihrer Magensäure schreibt
Sie Runen. Jede Krähe.


Sie torkelt scheue Ironie.
Flieht souverän beschaulich.
Und wenn sie mich sieht, zwinkert sie
Mir zu. Doch nie vertraulich.

Joachim Ringelnatz



Mit Herrn Ringelnatz gen Himmel schauen, ist immer eine Freude.
Wer mehr über Krähen- und Rabenvögel wissen möchte, schaut hier hinein.
Ob es auch andere Farben als Grautöne in dieser Woche gab, erfahrt Ihr bei Katja.

Ein schönes Winterwochenende!

Freitag, 23. Januar 2015

Zucchini-Brot aus Vermont

Dass Brotbacken zu meinen Leidenschaften gehört, wisst Ihr vielleicht schon. Aber manchmal bin ich ja froh, wenn ein wunderbares Brot meines Lieblingsbäckers im Kasten liegt, und ich nicht unbedingt backen muss. Denn gut´ Brot will Weile haben...
Aber das gestrige Dauergrau schrie förmlich nach einem leckeren Brotduft im Haus, so dass ich mich zu einem schnellen süßen Zucchinibrot nach einem Rezept aus Vermont  entschloss.
Vermont, auch Green Mountain State genannt, ist Heimat unseres amerikanischen Familienzweiges. Dort, wo ein Winter noch ein richtiger Winter ist und Temperaturen unter -30 Grad keine Seltenheit.



Dass dies ein Originalrezept ist, seht Ihr an den Maßen, denn hier wird mit Cups (Tassen) gerechnet. Wer keinen Maßbecher mit Cup-Angaben im Hause hat, misst in Milliliter: 1 Cup entspricht ca. 240 ml.
(Wenn Ihr das Rezept verdoppeln wollt und gleich zwei Laiber backen möchtet, dann nehmt 3 große Eier).

2 kleine Eier, leicht geschlagen
1/2 cup Rapsöl oder ein anderes pflanzliches Öl
Ein Tütchen Vanillezucker
1 1/2 cup Weizenmehl
1 cup Zucker (wer es nicht so süß haben mag, nimmt weniger)
1/2 TL Zimt
1/2 TL Muskat
1/2 TL Salz
1/2 TL Natron
1/4 TL Backpulver
1 cup pürierte, ungeschälte (ungekochte!) Zucchini
Optional
1/2 cup Rosinen, zerhackte Walnüsse oder Schokoladenflocken

Heize den Backofen auf 180 Grad Celsius auf. Fette eine Kastenform ein.

Verschlage die Eier mit dem Öl. Püriere die Zucchini (bei mir 1 1/2, erst in der Küchenmaschine kleingehäckselt und dann püriert).
Vermische Mehl, Zucker, Gewürze, Natron und Backpulver. Füge die Mehlmischung zu den flüssigen Zutaten und verrühre sie. Gebe das Zucchinipüree und evtl. die optionalen Zutaten dazu und mische alles gleichmäßig zusammen.
Den Teig in die vorbereitete Kastenform gießen und ca. 60 Minuten im Ofen auf mittlerer Schiene backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen, ob das Backwerk fertig ist.
Nach dem Backen für ca. 15 Minuten in der Form auskühlen lassen, bevor das Brot aus der Form genommen wird.
Vor dem Servieren vollkommen erkalten lassen.

Ein feines Brot fürs erste oder zweite Frühstück oder als Begleiter für den Kaffee.
Und sowieso gut für das Gewissen: immerhin ist ja Gemüse drin....

Für das nötige Vermont-Feeling:

Vermont, Zucchinibrot, Zucchini-Brot, Brotbacken, einfaches Brotrezept, süßes Brot 



Mittwoch, 21. Januar 2015

Balance



Wer Außerordentliches sehen will, muss auf das blicken,
was die anderen nicht beachten.
Liä Dse 

Am einsamen Seeufer bei Schneeregen und fiesem kalten Wind Unerwartetes gefunden, gestaunt und ausbalanciert heimgekehrt.