Samstag, 21. Januar 2017

Kalte Zeiten...



Sieht das nicht wunderbar aus? Blauer Himmel, feine Schneedecke, knackig kalt, Blick bis hinüber zum Schweizer Ufer. Der Schnee knirscht unter den Füßen, die Ohren werden kalt und nachher trinkt man daheim eine Tasse Tee oder Kaffee und wärmt sich am Kamin auf. Fast schon Bilderbuchwinter.
Leider wurde das Blau in der zweiten Wochenhälfte gegen Dauergrau eingetauscht und als Dreigabe gab es fiese eiskalte Biese.  Der Schnee verharschte, viel benutze Wege mutierten mittlerweile zu Schlitterpartien.

Was ist in dieser Woche geschehen, außer dass der brandgefährliche Narzisst mit der Unfrisur, dessen Name auf diesem Blog nicht genannt werden darf, sich nun mächtigster Mann der Welt schimpft (was allein schon die Sonne verdunkelt haben könnte)?


Ich hab mich inspirieren lassen.
Dauerfrost, eiskalter Ostwind, Unfrisuren - das ist genau der richtige Moment zum Friseur zu gehen, nicht wahr? Da kann man sich wenigstens noch eine dazu passende Erkältung holen.
Spontan überrascht über den vorgezogenen Abschied in den Mutterschutz meiner langjährigen Friseurin musste ich meine Haare  fremden Händen anvertrauen.
So alterte ich innerhalb einer Stunde auf dem Frisierstuhl um gefühlte 10 Jahre. (Folge von Punkt 15 auf meiner "Über mich-Seite" ). Kapuze überziehen auf dem Weg zum Parkhaus war ja sowieso eingeplant. Gut, dass ich nach heimischem Haarewaschen und -frisieren wieder 10 Jahre jünger wurde. Wenn sich die fies frisierte Welt doch auch so einfach richten ließe...
Aber jetzt brauche ich dringend einen neuen Friseur.
(Dabei wäre es im Prinzip doch viel einfacher, einen anderen neuen, aber geeigneten Präsidenten zu wählen, als einen neuen formidablen Lieblings-Friseur zu finden, das nur am Rande.)


Gegen all das kalte Weiß und Grau tobte ein himmelblaues Monster an, das seinen Mantel von ganzem Herzen hasst, aber aufgrund von blödsinnig terminierten Komplettfellwechsel und Fastläufigkeit weiterhin dazu verdonnert wurde. (Lauter haarige Problemthemen heute...)
Nur, dass ihr nicht nach meinem gestrigen Beitrag denkt, die Welt hier wäre tatsächlich monochrom.


An diesem - vermutlich weiterhin grauen -Wochenende werde ich meiner begeisterten Leselust frönen.
Für dieses Jahr habe ich beschlossen, über die gelesene Literatur ein bisschen Buch zu führen, was einen Rückblick am Jahresende erleichtern würde.
Ich hätte Lust, regelmäßig ein ganz frisch erschienenes Buch zu lesen (und vielleicht hier vorzustellen) und auch mal ein vor langer Zeit gelesenes und gemochtes Werk wieder aus dem Regal zu ziehen, und zu schauen, was sich so getan hat, zwischen diesem Buch und mir. Literarische Beziehungsarbeit sozusagen... Was meint Ihr dazu?
 

verlinkt bei Andreas Samstagsplausch
und bei Katjas In heaven

Donnerstag, 19. Januar 2017

farblose runden





Hunderunden sind gerade recht farblos. Nein, nicht langweilig, nicht spannungslos, interessant monochrom.
Aber kalt. lausig kalt mit eisigem Wind...

Sonntag, 15. Januar 2017

Eye-Poetry - eine kreative Herausforderung für Euch



Ich hab es Euch ja angedroht, dass ich mir für dieses Jahr eine kleine Challenge ausgedacht habe.
Vielleicht habt Ihr Lust mit von der Partie zu sein.

* Eye Poetry - was ist damit gemeint?
"Lyrik fürs Auge" würde es ja korrekt übersetzt bedeuten. Ich möchte es ein bisschen weiter fassen und mich nicht in die Gedichtform verbeißen. Sagen wir: Literarisches für das Auge umgesetzt.

* Idee:
An jedem 15. eines Monats werde ich hier ein Gedicht, ein Zitat oder ein kurzes Stück Prosa vorstellen und einen Monat Zeit geben, dass wir einen ganz persönlichen kreativen Weg finden, uns ihm zu nähern, zu interpretieren und in eine andere, eigene Form zu gießen.

* In welche kreative Form denn?
Da lass ich Euch freie Hand, möglich ist es zum Beispiel als

- Foto
- Darstellung in gemalter, gezeichneter, collagierter, gestempelter ... etc. Form
- künstlerische Installation
- Genähtes, gestricktes, gesticktes, gefilztetes etc. Objekt
- Filmchen
- ...

Ihr seht, ich lasse Euch da einen möglichst großen Freiraum.
Das schöne daran ist, es gibt keinen falschen oder richtigen Zugang, sondern nur einen ganz persönlichen.
Es geht nicht um Perfektionismus, sondern um kreatives Schaffen, Spaß, Inspiration.
Jeder wählt die Form, die ihm gerade passend erscheint, an der er Spaß hat, wofür gerade die Zeit übrig ist. Und manchmal ist dann vielleicht auch der Zufall im richtigen Moment zur Stelle.

* Vorstellung
Teilnehmen könnt Ihr mit einem eigenen Blog-Posting. Am 15. des Folgemonats verlinkt Ihr die Darstellung Eurer Ergebnisse auf meinem Blog.
Spannend wäre es, wenn Ihr Eure Idee und den Weg dahin schildern würdet. Am Ende sollte auf jeden Fall das  Objekt / Foto/ Bild/ ... stehen mit dem zugrundeliegenden Zitat.

Bedingung ist nur, dass es keine älteren Beiträge sind und/oder die nicht in Zusammenhang mit unserem Projekt erstellt wurden. (Kommerzielle oder werbungtragende Links sind unerwünscht, da bitte ich um Euer Verständnis).

* Habt Ihr noch Fragen?
Dann nur raus damit.

Damit es beim ersten Mal nicht so schwierig ist, Inspirationen zu sammeln und spontan zu beginnen,
habe ich ein winterliches Stückchen Prosa aus einem recht bekannten Werk genommen, im Original und in der deutschen Übersetzung.


 "Ob der Schnee wohl die Bäume und Felder liebt, dass er sie so zärtlich küsst? Und dann deckt er sie schön warm zu, weißt Du, mit einer weißen Decke; und vielleicht sagt er, 'Legt Euch schlafen, ihr Lieblinge, bis der Sommer wieder kommt.'"

"I wonder if the snow loves the trees and fields, that it kisses them so gently? And then it covers them up snug, you know, with a white quilt; and perhaps it says, 'Go to sleep, darlings, till the summer comes again.' "

Lewis Carroll in Alice's Adventures in Wonderland & Through the Looking Glass




Jetzt bin ich sehr gespannt!!
Ich freue mich sehr auf Euer Feedback und Eure Beiträge! 

Gerne dürft Ihr die Aktion mit dem unten stehenden Foto auf Eurem Blog verlinken.




Samstag, 14. Januar 2017

Samstagsplausch mit Blick zum Himmel


Himmelsblau besaß in dieser Woche eher Seltenheitswert, das Grau und drohende Schneeschauer ließen mich meine Kamera oft daheim liegen lassen, wenn ich mich mit dem Hund auf den Weg machte.
Dabei kann ich mich mit bitterer Kälte eher abfinden, wenn es draußen so aussieht:  


Gewähltes:
Dabei habe ich immer Ausschau nach schönen Standorten für die 12tel-Blick-Fotoaktion dieses Jahres gehalten. Ein Jahr mit einem städtischen Fotomotiv reicht mir, mich dürstet nach dem wunderbaren Wechsel der Jahreszeiten in der Natur.
In diesem Jahr werden es wieder zwei Standorte sein, habe ich gestern beschlossen. Das macht es abwechslungsreicher. Und jetzt weiß ich auch welche es sein werden.

Gesandtes:
In der Mitte der Woche gab es eine große Überraschung: das Weihnachtspaket von der Tochterfamilie aus den USA war angekommen. Um an den Bodensee zu gelangen hat es einen kleinen Umweg über Hamburg gemacht. Offensichtlich war man mit der Deutung der amerikanischen Schreibweise der Zahl 7 (nämlich ohne Strich, wie hier auch am PC), mit der unsere Postleitzahl halt eben beginnt, überfordert und hat sie als eine 1 interpretiert...  Immerhin - nun ist es da und die Freude war groß, denn Weihnachtsgeschenke gefallen auch noch Mitte Januar.

Gelesenes:
Nachdem mich eine Rezension über C. Marzis Buch "London", neugierig gemacht hatte, versuchte ich schnell die drei Vorgängerbände der Reihe "Die Uralte Metropole" zu lesen (ich bin da ja gründlich...). Ich hab es geschafft, aber der Appetit auf die Fortsetzung ist mir dabei verloren gegangen. Herrlichste fantastische Fabulierkunst, aber ich bin mit den Protagonisten einfach nicht warm geworden ("Fragt nicht!", wer die Bücher gelesen hat, weiß was ich damit meine).
Das "Schneemädchen" von Eowyn Ivey passte hingegen wunderbar in die derzeitige kalte Winterstimmung und wärmte drinnen dafür das Herz.
Jetzt liegt der zweite Band des Drachenreiters (C. Funke: Die Feder eines Greifs) schon angelesen auf dem Tisch, denn er wird im nächsten Paket wie gewünscht in die Staaten fliegen. Da werden ja dringend tapfere Drachenreiter gebraucht - wie sagte Cornelia  Funke über ihr Buch: "Diese Geschichte ist für all die, die den Mut haben, zu beschützen statt zu beherrschen, zu behüten statt zu plündern und zu erhalten statt zu zerstören."

Genähtes:
Mein erster Block für das Quiltprojekt ist fertig. Hier habe ich schon davon berichtet.
Heute bringt die Post endlich den bestellten Stoff für das noch zu nähende Geburtstagsgeschenk mit, das dann auch noch in besagtes Paket wandern wird. Ob ich wohl schneller lesen oder nähen werde?



Gesehen: 
Dieser Baum hat sich so schön bis in die Krone hinein mit der Waldrebe geschmückt (oben), dafür macht sich der Biber am Mindelsee ziemlich mausig...  Da geraten meine Tierliebe und meine Baumliebe doch in einen argen Konflikt... (unten)


Während ich die wenigen Himmelsblicke gern wieder zu Katja schicke, habe ich mich heute zum ersten Mal bei meiner Namensvetterin Andrea (Karminrot) an den samstäglichen Kaffeetisch zum Plauschen gesetzt. Interessant, was andere so in dieser Woche erlebten.
 
Nachher muss ich aber wieder hinaus in den Schnee mit dem bemäntelten (da durch den blödsinnig terminierten Fellwechsel locken- und sowieso unterwollelosen) Lockenhund. Findet der voll peinlich, aber besser als verkühlt.
Wie sieht es bei Euch aus? Winterlich mit Schnee und Eis?