Freitag, 31. Oktober 2014

Novemberstimmung

Der November ist nicht wirklich mein Lieblingsmonat. Irgendwann werden nach dem herrlich sonnig warmen Oktober doch noch Kälte, Nässe und dunkle, graue Tage übers Land kommen. Wie immer im November...
Hermann Hesse, der eine Zeitlang auf der Höri am Bodensee lebte, hat diese Stimmung in manchen Gedichten ausgedrückt, wie in diesem, dass mir in den letzten Tagen  auf einem Panoramastein ins Auge fiel.


Wahrscheinlich ist das genau dasjenige, was für mich die "Novemberstimmung" ausmacht...
Also ich könnte mich damit anfreunden, wenn der Oktober verlängert würde.



   

Ich hoffe, dass ich mich am Wochenende soweit mit meinem neuen PC angefreundet bekannt gemacht habe, dass ich wieder etwas mehr bloggen kann. Momentan zeigt er sich noch etwas widerspenstig, was meine ganz bestimmten Vorstellungen betrifft.    

Dienstag, 28. Oktober 2014

Nebellauf

Was muss, das muss - Virtuelles Aufräumen, Kleinkram in Ordnern sichern, hoffend, dass man nach dem Umzug alles wieder findet...  Während in der realen Welt noch Hochnebel über uns wabbert, muss ich mich in den nächsten Tagen durch das Wegenetz eines taufrischen neuen Computers tasten. Draußen wie drinnen, Nebellauf. Vertrauend, dass sich das Grau lichtet und die Sonne den Durchblick verschafft.
 

Sonntag, 26. Oktober 2014

Mein Freund der Baum - Der gebeutelte Maulbeerbaum

Nach langer Pause möchte ich heute mal wieder einen Baumfreund vorstellen, der dieses Jahr viel durchstehen musste.
Dieser Maulbeerbaum (Morus alba) ist der letzte noch verbliebene Teil einer ganzen Maulbeerbaumallee, die einst auf der Insel Mainau stand. Gepflanzt wurden die Bäume auf Wunsch der Großherzogin Luise, der Gattin des Großherzogs Friedrich I. von Baden. Seidenraupen dienten die grünen Blätter dieser Maulbeerbäume als Nahrung. Aus den Konkons dieser Seidenraupen wurde der Stoff der Hochzeitsrobe der herzoglichen Tochter Viktoria hergestellt, die somit 1881 ein Kleid zur Vermählung mit dem Kronprinzen Gustaf von Schweden trug, das vom Ursprung her mit der Insel fest verwoben war.
Soweit die geschichtlichen Hintergründe.
Da der Baum wegen seiner Wuchsform zum Klettern einlädt, ist er heute mit einem Zaun geschützt.
 
Vor dem heftigen Starkregen Ende Juli konnte ihn aber nichts bewahren, so dass mehrere große Äste abbrachen. So liegt er nun darnieder, lädiert und gestützt. Ein trauriger Anblick...


Irgendwie war dieses Jahr auch für diesen Baumfreund nicht wirklich toll. Da haben wir was gemeinsam... Aber er ist ja in guten gärtnerischen Händen, so dass ich hoffe, dass er weiterhin erhalten werden kann.

Baumfreunde treffen sich am letzten Sonntag des Monats hier (Jahreszeitenbriefe). 

Samstag, 25. Oktober 2014

In heaven: Zwischen Dramatik und Tristesse

Die wöchentlichen Wolkenschnitte (samstags bis freitags) geben nicht so richtig wieder, wie kalt es unter dem Himmelsblau geworden ist.
Jedenfalls haben in meinem Kleiderschrank die T-Shirts und Sommerblüschen den Pullovern den Platz geräumt.




Zumindest am Abend bäumt sich der Himmel oft noch zu dramatischen Aktionen auf und lässt mal mehr und mal weniger Gold aufblitzen. Während der Blick nach oben gezogen wird, prasselt der Regen auf See und Ufer nieder. 



Doch der hochneblige Morgen lässt eher Stimmungen aufkommen, die einen animieren könnten, zu Aquarellfarben zu greifen. Oder die gelegentlich schon eine Vorahnung novembriger Tristesse vermitteln können.
Während mir der frische, kalte Wind um die Nase wehte, versuchte ich es mit der positiven Variante.
Von dieser Seite gefällt mir die Ansicht meiner Stadt ganz besonders gut, auch mit Himmelsgrau.


Bis nach Bregenz kann man auf der anderen Seite nicht schauen, was nicht am Wetter, sondern an der Erdkrümmung liegt...


Noch gibt es Bäume, mit grünem Laub, ein paar warme Sonnenstrahlen und heiteren Himmel. Noch haben wir ein paar Oktobertage übrig. Ob meine Herbstliebe auch den November durchsteht?

Himmlisches wie jeden Samstag bei Katja

konstanz, bodensee, kreuzlingen, bodenseehimmel