Freitag, 28. August 2015

12tel Blick im August

Bislang habe ich mich immer strikt daran gehalten, den Blick von meinem monatlichen Fotostandorten am See stets am Morgen aufzunehmen. Aber im August mit seinen grandiosen Sonnenuntergängen laufe ich auch einfach mal am Abend runter zum See und nehme Euch heute mit. 
Am Morgen noch leicht verschlafen und verstrubbelt, legt die Weide abends goldenen Schimmer an. Selbst die Boote leuchten um die Wette.



Die Schwanenfamilie konnte ich am Morgen beim Formationsschwimmen beobachten, abends chillten sie am Ufer. Da störe ich sie lieber nicht.


Entdeckt? Steht doch da ein Auto in der Bootsreihe mit dem Hänger im Wasser... Hier wird ein Boot ein- oder ausgeladen.
Auch abends tut sich bei den Tretbooten nichts. Morgens liegen die Tretboote noch am Ufer - und am Abend liegen sie wieder am Ufer. Dafür ist an der Lände unter den Bäumen jede Menge los.




Auf den Bänken, auf den Stegen, auf den Mäuerchen, auf den Treppchen, auf den Wiesen ... überall genießen Leute den Sonnenuntergang. Man muss schon eine gewisse Akrobatik anwenden, damit einem keiner ins Bild läuft...
Nur meine 12tel-Blick-Objekte bleiben einsam (dafür stehen dort eine Menge Menschen hinter mir während ich fotografiere und schauen genießerisch auf den See...).


 ...

Die Entwicklung in den Vormonaten könnt Ihr HIER in größerem Format anschauen.

Das Vogelhaus hat zwar eine einzigartige Aussicht in alle Richtungen, auf die Höri, die Mettnau, die Insel Reichenau, die Hegauberge und den Bodanrück, aber keinen Mieter. Während alle anderen Bäume ringsherum Früchte tragen, scheint dieser Baum unter Schädlingen zu leiden.


Tja, jede Immobilie hat so seine Vor- und Nachteile...




Wer hätte das im Januar gedacht?


Ab dem 30. findet Ihr auf Tabeas Blog wieder die Augustfotos aller TeilnehmerInnen dieser Aktion.




Donnerstag, 27. August 2015

Entspannter August








Schnell noch die letzten entspannten Augustmomente einfangen und die ersten frühherbstlichen Boten als spätsommerlich einordnen... Davon will ich lieber erst in ein paar Tagen berichten.

Sonntag, 23. August 2015

Wochenperlen XXXIV....




Ithaka
Brichst du auf gen Ithaka,
wünsch dir eine lange Fahrt,
voller Abenteuer und Erkenntnisse.
Die Lästrygonen und Zyklopen,
den zornigen Poseidon fürchte nicht,
solcherlei wirst du auf deiner Fahrt nie finden,
wenn dein Denken hochgespannt, wenn edle
Regung deinen Geist und Körper anrührt.
Den Lästrygonen und Zyklopen,
dem wütenden Poseidon wirst du nicht begegnen,
falls du sie nicht in deiner Seele mit dir trägst,
falls deine Seele sie nicht vor dir aufbaut..



Wünsch dir eine lange Fahrt.
Der Sommermorgen möchten viele sein,
da du, mit welcher Freude und Zufriedenheit!
In nie zuvor gesehene Häfen einfährst;
Halte ein bei Handelsplätzen der Phönizier
Und erwirb die schönen Waren,
Perlmutter und Korallen, Bernstein, Ebenholz
Und erregende Essenzen aller Art,
so reichlich du vermagst, erregende Essenzen,
besuche viele Städte in Ägypten,
damit du von den Eingeweihten lernst und wieder lernst.



Immer halte Ithaka im Sinn.
Dort anzukommen ist dir vorbestimmt.
Doch beeile nur nicht deine Reise.
Besser ist, sie dauere viele Jahre;
Und alt geworden lege auf der Insel an,
reich an dem, was du auf deiner Fahrt gewannst,
und hoffe nicht, dass Ithaka dir Reichtum gäbe.



Ithaka gab dir die schöne Reise.
Du wärest ohne es nicht auf die Fahrt gegangen.
Nun hat es dir nicht mehr zu geben.



Auch wenn es sich dir ärmlich zeigt, Ithaka betrog dich nicht.
So weise, wie du wurdest, in solchem Maße erfahren,
wirst du ohnedies verstanden haben, was die Ithakas bedeuten.


Konstantinos Kavafis




Gesehen: die Farben gehen langsam Richtung Spätsommer
Gerettet: die Trauben vor den gierigen Vögeln
Gefreut: über eine Woche mit zwei Töchtern
Genervt: über das Dauergrau der vergangenen Woche
Gehört: Entengequake
Gesucht: ein bisschen Ferienstimmung am heimischen See
Gefunden: ein Lieblingsgedicht (s.o.)
Genossen: eine Woche fast ohne PC und stattdessen lieber mit den Töchtern zusammen gewesen

Einen schönen Sonntag!



  

Samstag, 22. August 2015

Voll daneben

Wer sich an den letzten wöchentlichen Himmelsschnitt erinnert, weiß, dass das Wetter und der Bodenseehimmel am letzten Freitag bereits schwächelte.
Und tatsächlich dauerte dieser Schwächezustand fast eine gesamte Woche.


Wie gemein ist das denn? Genau in der Zeit des Töchterbesuches daheim am See schiebt der Hochsommer eine Pause ein und präsentiert den heimatlichen Himmel in fiesem Nassgrau.
Voll daneben.

Deshalb gibt es heute nur ein Stück Abfahrtstaghimmel. Ich bin nämlich sauer. So.


Deshalb muss sich Katja heute mit einem Stück angesäuerten Himmel begnügen.