Donnerstag, 30. März 2017

12tel Blick(e) im März

Im März habe ich die Besuche meiner drei Foto-Standorte ein bisschen auf den Monatsverlauf verteilt. Wie schön, dass es durchweg sonnig und schon frühlingshaft warm war.
Da die Unterschiede zum Februar noch nicht so groß sind (das beginnt jetzt Ende März gerade erst), habe ich Euch von jedem Standort ein kleines Detail mitgebracht.

Am See war ich nun morgens schon nicht mehr allein. Ich brauchte ein bisschen Zeit und mehrere Versuche, um den richtigen Blickwinkel zu finden, und jedes Mal flanierten Leute an mir vorbei durchs Bild. Ob sie wohl schauen wollen, ob das Café schon geöffnet hat? Die Sonnenschirme hat man schon rausgestellt, Seht ihr sie?
In den Beeten an der Uferpromenade blüht es schon eifrig und am steinigen Ufer wachsen die Steinmännli in großer Zahl in die Höhe. Wenn man genau hinschaut, kann man sie auf dem Monatsfoto erkennen. Von Nahem, im morgendlichen Gegenlicht sehen sie fast ein wenig mystisch aus...


Am See, 17. März, vormittags
sonnig, 10 Grad
Detail: Steinmännchen am Ufer



Beim Blick auf das Schloss muss man sich schon etwas mehr anstrengen, um etwas Neues zu erblicken. Ich zoome es im Detailblick mal heran: eine Schafherde grast am Hang des Schlossberges.



Schlösschenblick, 10. März, nachmittags
sonnig, 12 Grad
Detail: Schafherde vor dem Schloss




An diesen Streuobstwiesen komme ich öfters vorbei und verfolge genau den Fortschritt in Richtung Obstbaumblüte. Naja, immerhin, die ersten Blättchen entfalten sich bereits.


Streuobstwiesen, 21. März, nachmittags
sonnig mit leichten Wolken, 13 Grad
Detail: erste Blättchen am Obstbaum




Im April wird die Natur einen großen Sprung tun, dann wird sich eine Menge auf den Bilder verändern.




Tabea bietet auf ihrem Blog wie an jedem Monatsende eine Plattform für alle Teilnehmerinnen dieses feinen Fotoprojektes. Danke, Tabea!

Dienstag, 28. März 2017

Kleidsames

Noch hat der Frühling nicht Einzug ins nordamerikanische Vermont gehalten. Wenn also die kleinen Lockenmädchen am nächsten Wochenende hier einfliegen, erwartet sie eine blumenreiche Überraschung. Dazu gehören natürlich Frühlingskleidchen, am besten solche, unter die man im Notfall doch noch ein langärmeliges Shirt und eine passende Leggings drunterziehen kann.

In meinem Stoffschrank warten etliche Webstoffe auf ihre Verarbeitung, da fanden sich dann schnell entsprechende Stoffe zueinander.
Ausgewählt hatte ich den Schnitt "Destina" von Farbenmix, der in der Weite hinten mit Bändchen reguliert werden kann, je nachdem, ob noch ein Shirt zum Drunterziehen benötigt wird oder nicht.
Da das kleine Lockenmädchen Blusen mit Knöpfen gerade mag, wird ihr ein Blusenkleid gewiss auch zusagen.      


Auch in  meinem Webbandfundus wurde ich problemlos fündig, endlich kann ich mal wieder welche vernähen. Die rotkarierten Knöpfe in passender Zahl beweisen, dass ich mich eichhörnchenmäßig bevorratet habe...  


Das große Kleid (Gr. 134) bekam am Kragen Bindebänder, das kleine (Gr. 116) einen Knopf mit Schlaufe. Ein bisschen Oldschool muten die Kleidchen an, das mögen die kleinen Mädels aus dem "middle of nowhere".

Ich kann die Anprobe gar nicht erwarten. Ob das Wetter mitspielt und sie schon draußen damit herumtoben können?


verlinkt bei Creadienstag und Handmade on tuesday


Samstag, 25. März 2017

Schäfchensamstag


"I am the pink sheep of the family."

Alexander McQueen

Man hat momentan in der Natur das Gefühl, dass die Farben überall herausschießen, aber Pink blieb, um bei der Wahrheit zu bleiben, den Blumen vorbehalten...
Ich mag den Frühling, jeden Tag kann man Neues entdecken: den ersten Löwenzahn begrüßen, das Meer der Buschwindröschen im Wald wogen sehen, die verschiedenen Gelbtöne der Schlüsselblumen unterscheiden, dicke Veilchenbündel entdecken....

Seidelbast


Bevor ich einen steifen Nacken beim Bestaunen der Frühlingsblüten bekomme, blicke ich himmelwärts und freue mich am Schäfchenwolkenhimmel (an diesem Morgen noch saharastaubfrei...., )
Der Lockenhund und ich haben es gerade gar nicht eilig, wir wollten ja auch noch die vielen Lämmer beobachten. Witzig, angesichts unseres früheren Hütehundes wurden die Schafe immer sehr unruhig, der Lockenhund fällt wohl eher unter die Kategorie schafähnliches Objekt (hehehe, Jagdschaf würde ich mal sagen...)    



GEFREUT: dass ich wieder alleine mit dem Lockenhund Morgenrunden drehen kann.

GEMERKT: dass man sich nicht auf Fachärzte verlassen sollte, sondern sich immer selber schlau machen muss.

GEKAUFT: Blumen, feine Frühlingsshirts, Bücher    

GESEHEN: Fasane, Enten, Krähen (alles auf der Lieblingsliste des Lockenhundes....)  



GELESEN: begonnen - Charlie Jane Anders 'Alle Vögel unter dem Himmel'.

GEKNIPST: Schäfchenhimmel für Katjas Himmelsbilder und Blümchen....

GENÄHT: zwei Sommerkleider für die Lockenmädchen. Heute beginne ich mit zwei Sweatshirts.

GEZÄHLT: die Tage, in einer Woche kommen unsere Vermonter ! Dann geht es hier drunter und drüber...

GEPLANT: das große Umräumen, das Nähzimmer muss zum zweiten Gästezimmer werden. Sind ja nur ein paar Handgriffe. Zumindest theoretisch.


GEÄRGERT: über die Wettervorhersage. Ausgerechnet wenn die wintergeplagten Vermonter hier ankommen, schwächelt der Frühling ein bisschen.

GESUNGEN: eines meiner Lieblingslieder.  Wenn Ihr alle mitsingt, dann sollte das Frühlingswetter die ganze erste Aprilwoche durchhalten!

GELACHT: über diesen genialen französischen Werbespot (Sprachkenntnisse nicht notwendig ;-)


Vielleicht stellt mir meine Namensvetterin (oder heißt das Namensbase?) Andrea bei ihrem Samstagsplausch einen feinen erfrischenden Matcha-Tee auf den Tisch. Danach muss ich aber schnell wieder an die Nähmaschine eilen. Außerdem wird der Dachboden nach Kinderspielsachen durchforstet, Gästezimmer vorbereitet und eigentlich wollten wir doch auch noch ein paar Dinge im Garten tun. Oh oh... vielleicht sollten wir vorher eine Prioritätenliste anlegen . (Führt Ihr solche Listen, um Anstehendes auf die Reihe zu bekommen?)

Freitag, 24. März 2017

Freitagsblumen


Eines ist mal klar, aus mir wird keine Deko-Queen mehr (dafür habe ich aber das Chaos-Gen)... Als die Kinder klein waren, hatten wir eine schöne alte Kommode restauriert, auf dem wir mit Leidenschaft unseren "Jahreszeitentisch" pflegten. Die Kinder liebten es, kleine Schätze, Blümchen, Steine, Zapfen etc. von draußen mitzubringen und dort ins Bild einzufügen oder gemeinsam mit uns zu basteln. Und auch uns Eltern machte dies riesigen Spaß, denn wir beobachteten ja gemeinsam mit den Kindern den jahreszeitlichen Wechsel in der Natur und teilten mit ihnen unsere Entdeckungen.

Die Töchter sind längst ausgeflogen, aber immer noch wandern schöne Dinge aus der Natur auf die Kommode - in viel geringerer Zahl natürlich.
Aber immer stehen dort Blumen oder Äste. Noch sind es keine selbstgepflückten oder geschnittenen.
Doch ohne Blumen geht es gar nicht, ganz besonders nicht im Winter...



Weidenzweige brachte ich letzte Woche vom Markt, am Mittwoch entdeckte ich dort einen Blumenstand mit so feiner Auswahl, dass ich gleich zugreifen musste: Ranunkeln, Anemonen und Levkojen mit zartem Duft.


Während ich genau weiß, wo ich meine Sommersträuße kaufen oder selber pflücken kann. habe ich noch immer nicht den "Floristen meines Vertrauens" gefunden. 
Mal schauen, was sich in den nächsten Wochen so alles an diesem Blumenstand finden lässt und welche Erfahrungen ich mit den Sträußen so machen werde.  Ich gebe ja die Hoffnung nicht auf.
Wenn ich zufrieden mit den Pflanzen und der Beratung bin, dann bleibe ich gern als sehr treue Kundin. 


Da habe ich es doch tatsächlich mal wieder zum Friday-Flowerday geschafft.