Mittwoch, 29. Juli 2015

Offen und Geschlossen


Von Offen zu Geschlossen:  Der Wandel der offenen Blütendolde der Wilden Möhre zur geschlossenen Vogelnestform der Fruchtdolde fasziniert mich immer wieder.
Heute fand ich ein Gedicht wieder, das ich als 20 jährige Studentin niedergeschrieben habe. Ich lege gerne Kinderbilder und kleine Texte als Lesezeichen in Bücher. Welch ein unverhofftes Wiedersehen oft nach vielen vielen Jahren (fast als würde sich das Schatzkästchen der Wilden Möhre plötzlich öffnen).

Geschlossen gegen Offen
Eine verschlossene Tür
ist
leichter aufzustemmen
als
offener Hass
offene Wunden
heilen
viel schneller
als
geschlossene Fäuste doch
all dies erklärt mir nicht den
Zusammenhang zwischen
Offenheit und Geschlossenheit.


Dienstag, 28. Juli 2015

Das Brot wachsen sehen




Auf den Feldern, in meiner Küche... gutes Brot braucht Zeit.
20 Stunden in diesem Fall.
Ich wiege ab, lasse die Küchenmaschine kneten, forme, schiebe in den Ofen und schnuppere den köstlichen Backduft.
"Abendbrot" nach Lutz Geißler (bei mir frisch aus dem Gärkorb geschlüpft und mit Walnüssen)

Sonntag, 26. Juli 2015

Wochenperlen XXX....

"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte,
 wo kämen wir hin und keiner ginge,
 um zu sehen,
 wohin wir kämen, wenn wir gingen."

Kurt Marti  


Gefangen: Schmetterlinge, aber nur mit der Kamera

Gewünscht: einen Hortensiengarten

Gesehen: die vielen Strohtransporte in die Schweiz, ein echter hiesiger Exportschlager

Gerochen: an den sich zart verfärbenden Früchten und am frisch gemähten Gras, Sommerdüfte

Gegruselt: was passiert in einem Wald, wo ein Bereich "Fleischkammer" benannt ist?

Gefunden: das "Traumhaus", leider ein bisschen klein und wohl nicht zu verkaufen. Aber sehr romantisch. Immerhin.

Gelüftet: lockige Hundeohren mit Hilfe des stürmischen Windes

Gefragt: wo kämen wir denn hin, wenn unsere Landwirtschaft komplett auf ökologischen Landbau umgestellt würde (siehe oben).


Samstag, 25. Juli 2015

WochenSeeHimmel

Der Himmel über dem See fasziniert mich jeden Tag aufs Neue. Das Spiel des Lichtes, die Weite, die Horizonte, die Spiegelungen, die raschen Wetterwechsel (die nicht jedermanns Sache sind) ...

Ein leicht verstrubbelter Julimorgen, der sich gerade aufmacht nach einem kurzen nachlässigen Blick in den Seespiegel die Wolken zur Seite zu schieben und keck...


in gräflicher Leute Fenster zu spickeln.  (Zwischen diesen beiden Bildern liegen 10 Minuten...)


Das blaue Tagesgewand blieb die Woche über meist gleich, nur ab und an mit netten heiteren Wölkchen als schmückende Dekoration betupft.


Nicht täuschen lassen: dieser Himmel verspricht ein sanftes Ausklingen des Tages... auch wenn mich der Anblick von Maisfeldern darunter alles andere als besänftigt. Aber das ist ein anderes Thema.


Hier hingegen baut sich gerade das Gewitter von gestern Abend auf.


Könnte ich für das Wochenende eine Himmelsvariante bestellen, dann hätte ich gern wieder meinen Lieblingsabendhimmel der vergangenen Woche. Bitte mit Mond, ruhig etwas satter. Danke.



Himmlisches verlinke ich wie immer bei Katjas samstäglicher Himmelssammlung "in Heaven".