Donnerstag, 31. Dezember 2015

* * * Danke***



Nein, ich habe keine Lust auf einen Jahresrückblick! (Höchstens einen Rückblick auf gestern, da hat der kleine Hund aus Paris seinen Namen bekommen: Pépin...)

Stattdessen möchte ich mich lieber bedanken bei Euch, die Ihr immer wieder einen Blick auf meinen Blog geworfen und liebe, herzliche, interessierte, anteilnehmende Kommentare hinterlassen habt. So nette Kontakte, Austausch und gegenseitige Inspirationen sind entstanden.
Das schenkt mir stets neue Motivation, meinen Blog weiterzuführen.

Für das neue Jahr habe ich schon ein paar Ideen gesammelt. Hier und da werden sich kleine und größere Veränderungen auf dem Blog ergeben. Lasst Euch einfach überraschen.

Bei uns ist dadurch, dass die beiden alten Hunde nicht mehr bei uns sind, fast eine Ära zu Ende gegangen. Da wird sich so manches im nächsten Jahr ändern.
Habt Ihr für Euch gute Vorsätze fürs Neue Jahr gefasst? Oder Euch Dinge vorgenommen, die Ihr endlich mal tun, erledigen, abhaken oder erleben, lernen, erfahren wollt?
Geht jemand von Euch ein neues Jahresprojekt an?

Wie auch immer Ihr den heutigen Tag verbringt:
gleitet, tanzt, hüpft, rutscht, schlaft, feiert, lacht gut ins Neue Jahr hinein.

Ein Rauch verweht, ein Wasser verrinnt, 

eine Zeit vergeht, eine neue beginnt.



Joachim Ringelnatz



Doch noch ein paar Reste des vergangenen Jahres, in ganz eigener, gelegentlich bizarrer Schönheit. 







Mittwoch, 30. Dezember 2015

Mein neuer Hund...

hat noch keinen Namen, dafür sind mir bei seiner Ankunft gleich die Tränen in die Augen gestiegen...
Mir fehlen einfach die Worte - außer: Danke, liebe Svea!!!!
Ich bin absolut hingerissen, verliebt, begeistert. Dieser Blick, zum Dahinschmelzen...


Kaum dem wohl gefüllten Paket entstiegen, den feinen Tee und französische Leckereien dem Menschen zugeschoben, macht der kleine Hund sich Filzknochen schwingend mit dem verbliebenen Lockentier bekannt.


Solange man sich nicht als jagbares Wild oder Quietscheente outet (*hüstel*), ist man hier wohlgelitten.



Keine Sorge, der kleine neue Liebingshund wird ein sicheres, feines Ehrenplätzchen bekommen, von dem aus er hier alles im Auge behalten kann. Und wir ihn....


Seine großen Knochen braucht er auch nicht zu teilen...

Dienstag, 29. Dezember 2015

12tel Blick im Dezember

Es wird Zeit, Abschied von meinen diesjährigen Standorten für die 12tel-Blick-Foto-Aktion zu nehmen. Im November habe ich mich abgemüht, einen Nebeltag für das Fotografieren zu erwischen.
Der Nebel gehört doch zum Bodenseeherbst, so meinte ich.
Tja....
Im Dezember ist es nicht einfach gewesen, einen sonnigen Morgen zu wählen. Sonne war hierzulande nämlich Mangelware. Dafür gab es Nebel satt. Menno!

Aber immerhin, es gab einen Dezembertag mit Morgensonne: Die Weide zeigt so blattlos im Sonnenschein einen ganz eigenen Charme.


Zwölf Monate lang habe ich darauf gewartet, dass sich am frühen Morgen hier am Ufer mal irgendjemand tummelt. Und jetzt im Dezember läuft mir doch tatsächlich ein Mensch ins Bild und trägt seine Sachen zu einem Boot.
Der sonnige Morgen ist gewiss ideal für eine Bootstour gewesen. der Zeitpunkt gut gewählt. Denn seit jenem Morgen kurz vor Weihnachten hat der Nebel die Herrschaft über den See an sich gerissen.


Der Reigen hat sich geschlossen (Die Übersicht in größerem Format könnt Ihr auf dieser Seite anschauen.).



Was ich bei diesem Fotostandort gelernt habe? Dass man die Wahl des Fotostandortes bei Sonnenschein vornehmen sollte. Die Morgensonne im Rücken hätte mir so manches vereinfacht.



Das Foto des Vogelhauses habe ich mehrmals wegen des Wetters verschoben, bis es zeitlich knapp wurde.
Eis und Schnee bedeckten es Anfang des Jahres. Sprießendes, schattenspendendes, zerfressenes und sich färbendes Blattwerk umgab es im Laufe des Jahres. Der Himmel stellte in feinsten und klarsten Blauabstufungen den Hintergrund. Da darf es heute mal eben Nebelgrau sein.  




Auch hier habe ich etwas gelernt: Wiesen werden hoch, sehr hoch und auch mal sehr nass. Da muss man halt durch, wofür gibt es Gummistiefel.
Und - mancher Baum sieht im Januar vielversprechend aus, dumm, wenn die Schädlinge das auch finden.... Aber so ist es halt, das gehört eben dazu.

Ich komm bestimmt in Frühjahr wieder her und schaue, ob sich nicht doch irgendwann ein Vogelhausmieter findet.


Danken möchte ich Tabea, die dieses wunderbare Fotoprojekt betreut.  Bei Ihr werden am 30. die 12tel-Blicke aller TeilnehmerInnen gesammelt.


Ich bin nun schon im dritten Jahr bei dieser Aktion mit von der Partie. Erinnert Ihr Euch an die Blicke der voraus gegangenen Jahre? So sah es dort im jeweiligen Dezember aus:


Die Hügelbank. Wer in den nächsten zwei, drei Jahren darauf sitzt, kann eine laute Bundesstraßengroßbaustelle und Brückenabrisse beobachten. Nicht wirklich romantisch...

Der zweite Fotostandort von 2014 war der Mühlenweiher. Noch ist es dort still und fein. Doch ab nächstem Jahr droht auch dort Lärm. Für einen sehr teuren Radweg werden dort viele Bäume gefällt werden.


An dieser Uferstelle hat sich nicht viel verändert.
Nur der Hund fehlt. Sehr.
Der allmonatlich abgelichtete Fotobegleithund von 2013 ist Ende November dieses Jahres gestorben.
Ich bin mir sicher, dass es dort oben im Himmel viele Badeufer für Hunde gibt.

Unbedingt.

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Montag, 28. Dezember 2015

Auf der Suche nach dem verlorenen Licht und den entschwundenen Farben

Ihr, die ihr vielleicht das kurzfristige Glück euer eigen nennt, über ein Übermaß an Sonne und Wärme im Dezember klagen zu können, wisst wahrscheinlich nicht, wie sich das Grau anfühlt. Ein dickes, fettes nasskaltes Dauergrau, das als stabile Decke über Land und See liegt und euch nur wenige, manchmal gar keine Stunde zum Durchatmen, zum Farbensehen, zum Sonnenlichtaufnehmen schenkt.

Doch fort mit Wolldecke, Holunder-Echinacea-Ingwer-Tee, Pfeffernuss, raus mit dem Hund... dann machen wir uns halt auf die Suche nach Licht und Farben.
Herr Proust, kommen Sie mit?  -
 "Die besten Entdeckungsreisen macht man nicht in fremden Ländern, sondern indem man die Welt mit neuen Augen betrachtet."
Da könnten Sie durchaus Recht haben.... 











So, Herr Proust, danke fürs Mitkommen.
"Die Erschaffung der Welt hat nicht ein für allemal stattgefunden, sie findet unabwendbar alle Tage wieder statt."

Den Gedanken nehme ich mit, wenn ich jetzt wieder ins Grau eintauche. À bientôt...
Nebel, Nebel, hüll mich ein, jeder geht für sich allein

Sonntag, 27. Dezember 2015

Wochenperlen LII....

„Betrachte immer die helle Seite der Dinge!
Und wenn sie keine haben?
Dann reibe die dunkle, bis sie glänzt.


Skandinavisches Sprichwort

Gefreut über
* viele kleine Weihnachtsengel mit und ohne Flügel
* jedes auch noch so spärliche Himmelsblau
* kindlich geschmückte Bäume und Wurzeln im Wald (so süß!)
* liebevolle Weihnachtskarten von Mano und Judika (der Ingwertee war fein, danke!)
* die wiedergewonnen Fröhlichkeit des Lockenhundes
* laute kleine witzige Begebenheiten, wie den Wasserraben.

Genervt über
* den ständigen Nebel...

Wer unbedingt kühles, nebeliges Wetter haben möchte, braucht nur einen halben Tag am Bodensee verbringen...


Samstag, 26. Dezember 2015

Winterhimmel

Des Winters wird der Bodensee gern als "Nebelloch" geschimpft. Leider macht er gerade seinem Namen alle Ehre. Wenn man Glück hat, streift er irgendwann gegen Mittag sein nasskaltgraues Nebelgewand ab, wenn nicht, hört man voller Verdruss im Radiowetterbericht, dass es überall sonnig und warm ist, bis auf... naja...die Bodenseeregion halt.
(Kein Wunder, dass sich meine Nebenhöhlen in Nebelhöhlen verwandelt haben...)

Trotzdem bekommt Ihr Himmelsbilder, nachmittägliche versteht sich.
Beim Weihnachtsspaziergang begleiteten uns zarte Engelsgestalten, dass einem ganz weh ums Herz wurde...  


Zum Weihnachtsmond blickte ich immer wieder, aber am schönsten ließ er sich tagsüber am Anfang der Woche mit der Kamera einfangen. Der nächtliche blieb dem bloßen Auge vorbehalten.


Kleine himmlische Glücksmomente erleben wir, wenn die dicke Wolkendecke aufreißt.


Und es gab tatsächlich einen nebelfreien, blauen Morgen. Was habe ich ihn genossen! Ein langer Spaziergang mit Hund unten am See, fast ganz alleine, denn die meisten Leute haben diesen Morgen in den Läden beim Einkaufen für die Festtage verbracht. Das habe ich dann lieber an Nebelmorgen erledigt....


Die Himmelsschnitte zeigen, an welchen Tagen der Nebel geruhte, sich irgendwann einmal am Nachmittag zu verdünnisieren. (Sieht positiver aus, als ich es gerade empfinde, denn an Nebelmorgen muss ich derzeit im Haus bleiben und Herrn Holunder allein mit dem Hund rausschicken. So doof, das...)

Den Jahreshimmel bekommt Ihr nächste Woche präsentiert. 



Tolle Mondfotos sind Katja gelungen, bei Ihr gibt es noch viele weitere samstägliche Himmelsbilder.

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Ein fröhliches Weihnachtsfest

wünsche ich all meinen Leserinnen und Lesern. Danke für die liebe Post (der ich mich noch gesondert zuwenden möchte) und die freundlichen Kommentare und Wünsche!


Das recht warme Wetter ist zwar nicht so weihnachtsgemäß, aber alle Erkälteten und Vergrippten wie ich, wissen es dennoch zu schätzen. Habt es fein!

Sonntag, 20. Dezember 2015

Wochenperlen LI ...

Das eine Auge des Fotografen schaut weit geöffnet durch den Sucher,
das andere, das geschlossene, blickt in die eigene Seele.


Henri Cartier-Bresson



Zuviel: Nebel
Zuwenig: Himmelsblau, woanders ist es warm, hier ist es öfters ständig fies, nasskalt und neblig. 
Zuweilen: ein kleines Bisschen Winter
Zurecht: kleine Lunch-bag für die Preschool, schon in USA gelandet
Zugabe: Danke an Birgitt, Lotta und Astrid, dass Ihr so lieb an mich gedacht habt !
Zufrieden: In liebe Tochteraugen geblickt zu haben
Zunehmend: Erkältungsanzeichen.  

Lieblinks:

Was man noch mit seinen Augen machen kann und sollte: Augenkontakt, auch in Berlin.  

"Zurück in die Gegenwart" - Magische Orte für diejenigen, deren Blick fast nur noch nach unten gerichtet ist.





Einen wunderschönen 4. Advent Euch allen!

Samstag, 19. Dezember 2015

Gemischte Platte

Ein Stückchen Winter, ein Happen Frühling, ein Würfelchen Herbst... diese Woche gab es von allem ein Kostehäppchen...

Wintermorgenstimmung am 3. Advent. Den Lockenhund freute es.


Wer bekäme da keine Frühlingsgefühle? Nicht nur frühlingsblau, sondern auch frühlingswarm...


Herbstlich anmutender Sonnenuntergang. Viel los am Abendhimmel, wo wollen die alle hin?




Die Himmelsschnittstatistik beweist es, der Mittwoch war mies. Ein absoluter Tiefpunkt, bevor das Blau verwöhnend eingreift.



Euch allen einen schönen 4. Advent!
Vorher schauen wir aber schnell noch bei Katjas Samstagshimmeln vorbei.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Wochenperlen L....

Zuweilen kann eine einfache Melodie, die wir nur ein einziges Mal hören,
einen so mächtigen Eindruck auf unsere Seele machen, 
dass wir sie mitten im Gewühle der Welt wieder zu hören glauben,  
in uns lebend braust sie durch unser Inneres.


Hans Christian Andersen


Gehört : Winter song

Gespürt. Frühlingshafte Temperaturen und Sonnenstrahlen auf der Haut

Gelacht: über die Schafidylle am Nebelmorgen

Gedacht: Nebel kann durchaus auch schön sein

Gesehen: Lauter feine kleine Schönheiten in der Natur

Gefolgt: Dem Wegweiser zum Lachen

Gewonnen: Das feine Buch Heidi Knoblich: Winteräpfel. Eine herrliche Schwarzwaldgeschichte, die Anette/ Schwarzwaldmaidli verlost hat. Vielen lieben Dank!  



Samstag, 12. Dezember 2015

12 von 12 im Dezember


1 Ein prächtiger Morgenhimmel verlockt zum Aufstehen.
2 Lottas Adventskalender verrät mir, welcher Tag heute ist.
3 In Konstanz versammelt sich gerade fast die ganze Schweiz, alle Kantone scheinen vertreten zu sein.
4 Morgendlicher Einkauf auf dem Markt und in einigen wenigen Läden der Stadt.
5. Schnell in ein Café, bevor es überall zu voll wird. Der Lockenhund geht gern in Cafés, schließlich gibt es dort immer einen eigens mitgebrachten Hundekuchen.
6 Kerzenanzünden beim Mittagessen, Adventskerzen und die Kerze für die beiden Hunde, die uns jüngst verlassen haben.
7 Die Sonne scheint durchs Fenster, wie schön!
8 Aber ich verbringe einen Großteil des Nachmittags beim Ausdrucken eines Schnittes und beim Zuschneiden des Stoffes, denn die Tasche muss bis Sonntagabend fertig sein.
9 Beim Hundespaziergang strahlt die Sonne noch ein wenig in den Wald hinein.
10 Der Lockenhund zeigt uns Spannenderes...
11 Nämlich einen sehr scheuen Seidenreiher.
12 Heute Abend wartet ein feines Buch auf mich, was ich gewonnen habe. Morgen mehr davon.

Der letzte 12. in diesem Jahr...

Bei Caro könnt Ihr sehen, wie dieser Tag im Bloggerland verlaufen ist.

 

"Der Nebel kommt auf kleinen Katzenpfoten..."

Wo bist Du hin, See???  Du, der Du Dich an dieser Stelle bislang immer in traumhafter Weite vor uns ausgebreitet hast?
Dich vom Untersee über den Konstanzer Trichter weiter hinaus ins fast Endlose räkeltest?

Weg. Verschluckt. Eingemummelt.

Von dicker, wattiger Nebelschlummerdecke eingehüllt. Schier unfassbar!



Aber dennoch müssen wir uns jetzt auch hangabwärts der Straße folgend vom Nebelgrau verschlucken lassen. Adieu Sonne! Nebelsee, wir schlüpfen wieder unter die Dämmerdecke...  



Nebel
Du, trüber Nebel, hüllest mir
Das Tal mit seinem Fluss,
Den Berg mit seinem Waldrevier
Und jeden Sonnengruß,


Nimm fort in deine graue Nacht
Die Erde weit und breit!
Nimm fort, was mich so traurig macht,
Auch die Vergangenheit!


Nikolaus Lenau, 1831



Dem Zauber des aufsteigenden Nebels kann man kaum widerstehen, tatsächlich scheint er sanft und leicht wie auf Katzenpfoten zu kommen.


Fog
The fog comes
on little cat feet.

It sits looking
over harbor and city
on silent haunches
and then moves on.


Carl Sandburg 1916



Solch Himmels- und Nebelzauber lassen gänzlich graue Tage fast vergessen. Wenngleich es eine Fahrt ans höhere Schweizer Ufer bedurfte, um Sonne zu tanken und einen Blick auf die Bodenseedaunendecke zu erhaschen. Unter der Decke war es derweil trübe und recht finster.



Himmlisches gibt es heute wieder bei Katja.

Und, ach, dies ist mein 1001. Blogpost. Vielleicht folgt heute abend schon zum 12.12. der 1002...

Einen schönen Start ins Wochenende!