Montag, 29. Februar 2016

12tel Blick im Februar


17. Februar 2016, 11.40 h  
nass und fies 

Wie sieht es aus an meinem diesjährigen monatlichen Fotostandort, dem Obermarkt in Konstanz?
Die Fasnachtsbändel sind fort, genauso wie der (spärliche) Schnee auf dem Januarbild (zum Vergleich HIER). Dafür gibt es andere, neue Farbkleckse. Der "Winter-Sale" wurde zwischenzeitlich ausgerufen und mit Prozenten wird nun umher geworfen. Statt bunten Bändeln wurden rot-weiß gestreifte Absperrungen mit Lichtern installiert. Das bringt etwas Leben ins Bild.
Da war ich natürlich neugierig. Was soll denn nun dort entstehen? Gibt es wieder archäologische Grabungen? Als ich diesen Samstag nachschaute, war die Baustelle wieder fort.
Erkenntnis im Februar: Im Winter ist hier vormittags absolut nichts los. Mal schauen, ob es im März freundlicher und belebter wird.
Ich hoffe auch, dass sich im Lauf der nächsten zwei Monate mein kleines Stück städtischer Natur, das so zart wirkende Bäumchen, in Richtung Frühling aufmacht.


Dieses monatliche Fotoprojekt wird von Tabea betreut, auf deren Blog sich heute auch wieder die Bilder aller Teilnehmerinnen versammeln werden.


Sonntag, 28. Februar 2016

Sonntagssplitter # 09

Meine Bilder der letzten Februarwoche, neu interpretiert....


Auf einem Bein Möwenballett tanzen - aber das Leben kann doch so vielseitig sein. Wie wäre es, das andere Bein beim (click->)  Hiphop einzusetzen? Geht das? Es geht!


Als kleines Ritual am Abend etwas finden, wofür man an diesem Tag Dankbarkeit empfindet, kann einem in den dunkelsten Zeiten das Leben retten. The act of gratitude... 


Doch - tatsächlich eine Schwertlilie, die im Februar blüht: Die blaue Zwergiris. Als ich sie sah, hat es mir glatt die Sprache verschlagen.
Genauso wie dieser Mensch, der einfach nur ein Teil der faszinierenden Natur ist - ein Bild zum Philosophieren...


So fein umrahmt ist gerade der Baum, den ich "den Frühlingsbaum" nenne. Jedes Frühjahr entdecke ich unter ihm die ersten Krokusse. Späterhin, wenn sie verblüht sind, mutiert er dann zum Eichhörnchenbaum.
Ghislana sammelt heute wieder Baumfreunde, und das ist für mich mein Frühlingsbaum allemal.
Sogar für den Lockenhund, der zwar nicht so sehr an Krokussen, aber an Eichhörnchen Gefallen findet.


Nein, einen Quilt habe ich nicht aus den Stoffresten erstellt, sondern nur Quiltmuster und Stiche ausprobiert. Immerhin hat es zwei Tischsets ergeben.


Jetzt muss ich nur noch was Feines, Leckeres auf den Tisch bringen. Ob ich mich von dem Werbefilmchen aus den Fünfziger Jahren inspirieren lassen soll? Was für ein Frauenbild...


Schon wieder ist in dieser Woche eines Morgens alles weiß und weich geworden. Hat noch jemand Lust aufs Schneemannbauen?

"Auch der schönste Schneemann ist im Frühling eine Pfütze."

Hans Kasper



Samstag, 27. Februar 2016

"Dann folgte das Blau...."


Nerudas Blau
Das Blau war außer sich vor Freude
Als wir geboren wurden.
Denn zuerst war das Licht
Dann folgte das Blau
Dann folgte der Mensch
Und das Blau erfand ein paar Maler
Und dann und wann einen Dichter dazu.


Elisabeth Borchers



Himmel, Wasser, Licht - und schon ist der Zauber perfekt.
Ja, Maler müsste man sein oder Lyriker...


Für ein Haus mit Seeblick werden hier Unsummen auf den Tisch gelegt, doch der Stehplatz am Ufer ist noch umsonst.


Und der Blick nach oben auch.
Auf dem Weg nach und von Zürich her wird das Blau zerfurcht.


Morgen, an denen man glaubt, der Tag würde im Schwarzweißmodus ablaufen, bringen einen auf den Boden der farblosen Tatsachen zurück. Der Himmel, das Wasser, das Licht - zusammengeflossen im diffusen Grau.
(Ich hoffe, ihr wisst das zu würdigen. Das ist ein morgendlicher Blick auf den See...)


Meine Himmel dieser Woche schicke ich wieder hinüber zu Katjas feiner Sammlung.

Freitag, 26. Februar 2016

Tschüss Februar!




Ei, guten Morgen, Benedikt, wie geht's?
Wie kommt Euch solch ein Februarsgesicht,
So voller Frost und Sturm und Wolkenschatten?“



(William Shakespeare: Viel Lärm um nichts
 Akt 5, Szene 4, Don Pedro)


In diesem Jahr, lieber Februar, schiebst Du noch kurz beim Abschied den Fuß in die Tür und bleibst noch einen Tag länger. Nun ja, du bist ja immer für Überraschungen gut. Auf der einen Seite beglückst Du mich mit blauem Himmel, grandiosen Sonnenaufgängen und lauen Temperaturen, präsentierst mir Frühlingsblumenwiesen, voreilige Schlüsselblumen und geliebte Märzenbecher, bis ich so richtig in Frühlingsstimmung bin.  Dann aber gibst du dir redlich Mühe, den Grundwasserspiegel ansteigen zu lassen, malst alles Grau an und nimmst mir die Lust am Fotografieren. Klar, dass Du kurz vor Schluss auch noch eine Ladung Schnee runterrieseln lässt. Ist ja gut, ich hab es ja schon verstanden, Du bist ein Wintermonat.

Wie jedes Jahr habe ich reichlich knallbunte Frühlingsblüher in der Wohnung verteilt, deren Blumenzwiebeln dann später in den Garten wandern und im nächsten Jahr dort ihr Glück versuchen werden.
Ein bisschen Farbe ist auch auf meinen Nähtisch gewandert. Endlich ratterte wieder die Nähmaschine.
Gesundes, Farbstarkes und Leckeres wandert nun durch viele neue Kochbuchinspirationen in den Kochtopf. Sehr vegetarisch, mehr Veganes, ein wenig Fisch. Der Lockenhund darf aber weiterhin Fleisch im Napf finden (neben Gemüse und Obst....).

Siehst du? So ein bisschen Bunt kleidet dich ganz gut, lieber Februar! Tob' dich ruhig noch ein bisschen am Wochenende aus, bis dann! Wir seh'n uns.

(Birgitt sammelt feine Monatscollagen)

Donnerstag, 25. Februar 2016

Feenballkleider


Sehnlichst erwartet, jetzt ist er da, der Märzenbecher, die Frühlingsknotenblume.
Fast wie ein Feenballkleid, leicht gebauscht, kunstvoll und zart in Frühlingsgrün bestickt.
Wie tröstlich bei all den Dingen, die in der Welt geschehen, dass die Natur ihren Gang geht (falls nicht der Mensch wieder sein Unwesen treibt..)

Meine Lieblingsjahreszeiten sind jene, die viele Farben ins Spiel bringen, die in Bewegung sind: Frühling und Herbst.
Jetzt, wo ich endlich die Märzenbecher entdeckt habe, werde ich daheim getrost heute die (sowieso spärliche) Winterdeko wegräumen. Wie jedes Jahr haben mir eh Frühlingsblüher im Topf  schon über den Januar- und Februarblues geholfen.
Falls doch noch Schneeflocken herab segeln sollten, werde ich sie ignorieren. Sonnenschein ist willkommen, auch wenn er mich bereits darauf aufmerksam gemacht hat, dass es im März dann an der Zeit ist, sich dem Putzen der Fenster zu widmen...*hüstel*
Frühlingsputz... Macht ihr sowas?



Montag, 22. Februar 2016

Blickwinkel Vermont - No. 4

“If you don't like the weather in New England now,
 just wait a few minutes.”
Mark Twain

Da hat Mark Twain wahrscheinlich ganz besonders den Neu-England Staat Vermont im Blick gehabt...
(Obwohl derzeit wohl auch bei uns Temperaturachterbahnfahrten angesagt sind.)  Solange es noch so warm ist, bin ich jetzt draußen unterwegs und lasse Euch von Liv derweil ein wenig durch Vermont führen. Es stehen ja auch noch ein paar Fragen von Euch im Raum.



Hallo aus Vermont!

Zuerst will ich eine Frage beantworten die mir einige von euch gestellt haben: wie es mich nach Vermont verschlagen hat. Es war die Liebe. Ich habe einen waschechten Vermonter geheiratet.

Dieses Wochenende fuhren wir durch mehr als den halben Bundesstaat um Freunde zu besuchen.  Zwar ist es ein kleiner Bundesstaat, aber die Wege sind lang weil hier keine Straße gerade ist und flach ist  Vermont auch nicht...
Der Schnee ist inzwischen zum größten Teil geschmolzen, es ist knapp über dem Gefrierpunkt tagsüber. Die Touristen fahren bei Schneeregen auf Kunstschnee durch die weiß gesprenkelte Landschaft.



Auf unserem Weg sahen wir dass die Vermonter schon Ahornsirup machen, wobei die Saison eigentlich (in anderen Jahren) erst im April beginnt.
Gleichzeitig sieht man aber auch viele Vermonter (und wohl auch Touristen aus den angrenzenden Bundesstaaten) auf den Seen auf dem Eis beim Eisfischen. Das lässt man sich von Schneeregen und einer dünnen Wasserschicht auf dem Eis nicht verderben. 


Im Wald liegen umgestürzte Bäume wie riesige Tausendfüßler unter einer dünnen Schneeschicht als lauerten sie auf Beute.



Das Wochenende begann mit dem Herausfallen des ersten Zahns meiner Tochter. Sie kann das
Ferienende nicht erwarten, wo sie ihren Freunden und Lehrern ihre neue Zahnlücke zeigen kann.



Die Flüsse frieren im Winter zu und wenn es Tauwetter gibt, schieben sich große und kleine Eisplatten ans Ufer In kalten Wintern schieben  sie sich auch weit die Böschung nach oben.



Auf den Gehwegen stand das Wasser nach dem Regen und das ist nun gefroren (zur Freude der Kinder die nun "Schlittschuh fahren"). 



Die "covered bridges" wurden hier zuhauf im 19. Jahrhundert gebaut (für amerikanische Verhältnisse sind sie damit sehr alt.).  Es ist sehr schön wenn das Licht durch die Fenster scheint und man den Boden unter den eigenen Fußtritten leicht vibrieren fühlt.



Auch zu dieser Jahreszeit ist Vermont ein sehr schöner Bundesstaat. Die vielen kleinen Bauernhöfe mit ihren alten Silos von denen die Farbe blättert, den Kühen und Pferden die auf matschigen Weiden zwischen Bäumen und großen Steinen herum laufen.
Überall sieht man Schilder mit den Hinweisen auf Ahornsirup, frischen Eiern, Fleisch von gras-gefütterten Kühen (und ab und an Bisons), frischer Rohmilch etc. 

Immer dann wenn wir uns über die katastrophale amerikanische Politik ärgern und die peinlich dummen republikanischen Präsidentschaftskandidaten (okay, Clinton ist auch nicht viel besser), hilft es sich daran zu erinnern, dass wir in einem Bundesstaat leben, in dem es vieles gibt, was wir lieben und dass es ein guter Ort ist, um unsere Kinder groß zu ziehen.

Liebe Grüße Liv 


(Danke, Töchterchen. Und übrigens: Happy Birthday....!!) 



Sonntag, 21. Februar 2016

Sonntagssplitter # 08

Gegen Zielsetzungen ist nichts einzuwenden, 
sofern man sich dadurch nicht von interessanten Umwegen abhalten lässt.

Mark Twain


Gefreut: über den Storch. Ob er wirklich gut daran tat, so früh zurück zu kehren?

Gelacht: über den Wackelzahn des großen Lockenmädchens, der gerade beim Skypen beschlossen hatte, den Kindermund zu verlassen.


Getrauert: darüber, dass das Abholzen kein Ende nimmt. Unweit des Sees fallen viele Bäume auf der Strecke der neu zu bauenden Bundesstraße. Auf dem Bodanrück müssen Bäume einem teuren Radwegbau samt Straßenverlegung weichen, Ansonsten bleibt auch kein anderes Waldstück verschont.

Geärgert: über den kaputten Reißverschluss meiner gar nicht so alten Fototasche und über den lustlosen Verkäufer im Fotofachgeschäft.

Gekauft: eine neue Fototasche. Im Internet, was so eigentlich gar nicht geplant war.


Gekippt: in die Tonne, ein misslungenes Bananenbrot (Backpulver war wohl zu alt) und Dinkelbrötchen (Klitsch...). Meine Laune kippte auch.

Gebacken: Süßkartoffel-Brioche. Mmmh. Danke Svea.

Genäht: an  zwei Tischsets im Quiltdesign, die aber noch immer nicht fertig sind

Gerochen: Hyazinthen...

Geknipst: kaum etwas. Das Licht und das Wetter sind einfach zu mies.

Gefunden: eigentlich bezieht sich das Zitat auf Yoga. Aber irgendwie auch auf das Leben an sich...

It is simple, but not easy.

Bryan Kest

Samstag, 20. Februar 2016

Trübsinnsgrau

Tut mir Leid, ich kann ihn heute nicht schön reden, diesen grauen, verhangenen Himmel.  
In den letzten beiden Jahren sammelte ich noch täglich Himmelsblicke für meine wöchentliche Himmelsschnittsammlung und konnte mir so gelegentlich selber beweisen, dass mein Gefühl, die ganze Woche wäre grau gewesen, trog. 
Vielleicht war es falsch, dieses Jahr aus dieser Gewohnheit auszuscheren. Wenn ich heute einen Blick auf meine Fotos der vergangenen Woche werfe, dann ist es wohl so, dass himmlisches Dauergrau anhebt, mich in tiefen Trübsinn zu stürzen.    


Hier sucht das Auge einen helleres Wolkenloch, um sich mit schwacher Hoffnung daran zu klammern. Doch schon ist es wieder verschlossen und das Auge gleitet ab.

Fieser kalter Wind stürzt heimtückisch hervor, kaum hat man den schützenden Waldrand verlassen, sein Kumpel, der garstige Schneegriesel kommt gleich hinterdrein.
Natürlich haben sie mitbekommen, dass ich leichtsinnigerweise nur die wolligen Stulpen über die Hände gestreift habe und mein Kopf mal wieder unbemützt blieb. Ich hätte ja nur einen Blick nach oben richten brauchen, als ich aus der Haustür trat, um zu wissen, was mich erwartet. Aber ich unterließ es, sonst hätte der Hund wahrscheinlich den Ausflug alleine unternehmen müssen.


Macht Euch ein buntes Wochenende unter grauem Himmel!

Die grauen Wolken schiebe ich derweil hinüber zu Katja.

P.S. : Heute starteten wir mit grandiosem Morgenrot! Ha!!

Dienstag, 16. Februar 2016

Unterwegs zum Kaffeeplausch


Jetzt muss ich mich aber sputen, ich habe doch einen Termin mit Lotta. Wir treffen uns zum Kaffeeplausch.
Kommt Ihr mit? HIER lang bitte....

Sonntag, 14. Februar 2016

Sonntagssplitter # 07

"Kunst ist Mensch plus Natur."

Vincent van Gogh


"Wenn ich kein Blau habe, verwende ich Rot."

Pablo Picasso



Mir sind im traurigen Winter die Farben ausgegangen. Ich konnte nicht mehr nähen. Nun lasse ich mich vom keimenden Frühling inspirieren, krame in den Stofffetzen der vergangenen Jahre herum und setze sie zu Neuem zusammen.


"When life gives you scraps, make a quilt."

Kunterbunte Sonntagssplitter für Lotta. 

Samstag, 13. Februar 2016

Morgenvitamine

Morgens brauche ich immer besonders viel Vitamin See.
Mit einer satten Portion Himmel oben drauf.





Das Herrlichste auf der Welt ist,
einen neuen Tag werden zu sehen!



Maxim Gorki


Damit es nicht allzu süß gerät, gebe ich noch ein Quäntchen Sturmhimmel hinzu. Der hat uns eines Morgens so feste gepackt, dass es sogar den Lockenhund gruselte. Dabei wurde es doch erst gegen Abend richtig heftig.

 
Den Sturm lasse ich schnell mal rüber zu Katja wehen...

Freitag, 12. Februar 2016

12 von 12 im Februar


Bunter gesunder Start in den Tag, darauf noch Flocken, Pops und Reisdrink


Raus in die Sonne mit dem Vierbeiner. Die Fasnachtsbändel hängen noch (heute Abend wurden sie abgehängt)


Nein, die Enten lassen wir in Frieden!!


Reitchaps säubern. Die werden demnächst nach Amerika verschifft.


Stoffresteverwertung, Projekt 1


Nach dem Augenpulver brauchen meine Sinne etwas Ruhiges, Erquickliches (und Hunger habe ich auch, allerdings nicht auf Blumen)


Gut, dass es nur ein Tischset ergeben soll. Dreiecke sind nichts für mich...


Nachmittags gab es nur Himmelsgrau.


Den Lockenhund verdrießt das nicht. Der lässt seinen Frühlingsgefühlen freien Lauf


Andere toben sich im Wald und an den Bachufern aus. Hier riss der Bauer mit Hilfe seines Traktors Bäume aus. Weiß der Himmel warum.


Zum Essen gibt es was Gesundes. Fängt mit Q an...


Eigentlich wollte ich ja heute ein bisschen umdekorieren. Aber der Blick auf den Wetterbericht für die nächsten Tage gab dem Winterlichen noch ein paar Tage Zeit.

Bei Caro erfahrt Ihr, wie der 12. anderswo verlief.