Sonntag, 17. Dezember 2017

Schulfrei .... {Blickwinkel Vermont}

Am dritten Advent erreicht uns endlich mal wieder ein Beitrag meiner Tochter aus Vermont / USA. Dort hat "König Winter" das Zepter an sich gerissen. Viel Spaß beim Lesen.



Wieder einmal Winter....

Lange haben sich in diesem Jahr die Kinder gedulden müssen, bis der Schnee endlich kam.
Kalt war es ja. Aber so richtige Weihnachtsstimmung kommt erst beim Schlittenfahren, Schneeschuh- oder Skilaufen im Wald und Spurenlesen im Schnee.

Aber dass der ganze Schnee dann auf ein Mal herunterkommen muss....
Ja, am Samstagabend bekamen wir ein paar Zentimeter Schnee, um am Sonntag schon mal den Schlitten herausholen zu können.
Am Montagabend begann es dann so richtig zu schneien. - Und es hörte erst am Mittwoch früh wieder auf.
Dienstag fiel dann auch die Schule aus, denn von der Straße  war nur dann etwas zu sehen, wenn gerade der Schneepflug vorbei gefahren war. Wir sahen ihn sieben Mal, andere Autos nur drei.



Am Ende des Tages (Dienstag) reichte der Schnee meiner sehr großen Achtjährigen bis zum Knie.


Wie im letzten Jahr werden wir wieder Tannenäste statt einem Weihnachtsbaum in den Baumständer stecken und schmücken.
Meine Große will "keinen Baum töten", nur um ihn ein paar Tage im Haus stehen zu haben, wenn er noch gut und gerne 80 - 100 Jahre weiterleben könnte.

Die Kleine (5 Jahre) allerdings findet, wir sollten eine kleine Tanne fällen und sie nach Weihnachten in den Wald legen, dort leben in toten Bäumen ja viel mehr Lebewesen als in lebenden.

Beides leuchtet ein. Man gewinnt ganz neue Ansichten, Perspektiven und Anregungen, wenn die Kinder groß genug sind, ihre eigenen Sichtweisen zu bilden und zu äußern.

Wir werden an den Tannenästen festhalten, aber die amerikanischen Großeltern der Kinder, die auch hier im Ort leben, werden für Weihnachten einen Baum fällen.


In diesem Sinne wünschen wir Euch allen wunderschöne Feiertage !
Liebe Grüße aus Vermont

Liv

Samstag, 16. Dezember 2017

Ausgewogen Leben {samstagsplausch}

"For a balanced life
you need a dog to adore you
and a cat to ignore you."

(Für ein ausgewogenes Leben
brauchst Du einen Hund der dich vergöttert 
und eine Katze, die dich ignoriert.)

unbekannter Autor 


GENOSSEN: die herrlichen Blicke Richtung Berge. Hier unser "Hausberg" der Säntis. Binnen Minuten ändert sich wieder der Blick, aber ich muss weiter. Dem Hund wird sonst langweilig und mir frieren die Ohren ab bei dem kalten Wind...



GEKNIPST: Immer wieder die Berghimmel für Katja , wenn ich mal die Kamera dabei hatte.


GEKRIEGT: neue Winterreifen. Mal sehen, ob ich sie heute im Schnee ausprobieren kann.

GELESEN: Philip Pullman: Das Bernstein Teleskop. Morgen beginne ich mit Naomi Novik: Das dunkle Herz des Waldes.


GEKAUFT: ein paar Geschenke, eine Mütze für mich (ja wirklich, dabei trage ich so ungern Mützen) und Handschuhe, die mal nicht für die Hunderunde sind, und feinen Stoff für die Frühjahrsklamöttchen der Mädels




GEMERKT: dass es Anfang der Woche noch feine verschneite Schneewege gab, die vor uns noch keiner begangen oder befahren hatte.

GETAUT: hat es dann ja rasch und zurück blieben Matsch und heimtückische glatte Stellen



GEPLANT: für morgen einen Blog-Beitrag meiner Tochter aus Vermont. Dort sieht es gerade ganz anders aus als bei uns....

GESCHLEPPT: ein Paket für die Vermonter zur (Schweizer!) Post. Hoffentlich kommt es dort noch vor Weihnachten an.



GEFREUT: dass mein Calciumwert nach oben gegangen ist. Mal sehen, was die Werte die kommende Woche aussagen. (Wäre ja auch komisch, wenn es eine Woche ohne Arztbesuche gäbe...) 

GENÄHT: das Oberteil meines Jahresquilts ist nun fertig. Einen quadratischen Quilt habe ich bislang noch nie genäht, das hat mich gereizt. Zum ersten Mal werde ich auch ein Wollvlies ausprobieren. Am Wochenende kann ich bestimmt die Rückseite fertigstellen und das "Quiltsandwich" zusammenheften. 




GELACHT: über diese Werbung

GEFEIERT: den neunten Geburtstag des Lockenhundes, der jetzt draußen immer artig seinen neuen Schalkragen trägt. Zur Feier des Tages gab es Wienerle. Wie viele vorweihnachtliche Geburtstagskinder wurde der Lockenhund vertröstet, dass das Geschenk zu Weihnachten und Geburtstag zusammen wäre und natürlich erst am 24. ausgeliefert würde.



Was ich am Wochenende machen werde, wisst Ihr ja jetzt: am Quilt weiter arbeiten und Weihnachtskarten schreiben.

Verschickt Ihr noch Weihnachtspost oder bin ich einfach nur "oldschool"  ?

verlinkt bei Andreas Samstagsplausch und Katjas In Heaven

Dienstag, 12. Dezember 2017

12 von 12 im Dezember

Im Dezember kann mir der 12. des Monats ja gar nicht entgehen, spätestens bei Öffnen des Adventskalendertürchens wird es offenbar. Dieses Jahr haben uns die Lockenmädchen einen gebastelt (da ist heute der liebe Mann an der Reihe) und dann hängt natürlich der finnische Adventskalender hier. So einen habe ich  auch in die Staaten schicken lassen. Da weiß ich dann immer, was die Kleinen 6 Stunden später erwartet ;-).


1 Aha, wer klettert denn da Richtung Baumspitze? (Ob die Wichtel dieselben finnischen Handschuhe tragen wie die beiden Lockenmädchen?)


2 So, erledigt, die vier Futterhäuschen sind bestückt, gleich wird die Vogelschar hier einfallen. Ich muss jetzt aber ausfliegen, denn ich will zuerst zur deutschen und dann zur Schweizer Post.
Keine Postfotos, ich habe die Hände voll...


3 Bei den Poststellen bin ich wider Erwarten recht schnell an der Reihe gewesen.
Und wenn ich dann schon mal jenseits der Grenze bin, guck ich noch schnell in die Migros rein.



4 Nachdem ich den Gedanken verworfen hatte, noch mal kurz durch die Stadt zu bummeln (dort habe ich gestern schon zwischen zwei Arztterminen ausgedehnt die Schaufenster angeschaut), bin ich heimgefahren und habe bei Müsli und Kaffee im Migros-Magazin geblättert. 




5 Die Post hat eine weitere feine Streifenkarte gebracht (danke Taija!), die zu den anderen schönen Adventspostkarten in den Bücherschrank im Wohnzimmer wandert. Jeden Tag wird es dort bunter.


6 Noch mehr Post. Hhm, dieser Absender war doch etwas zu optimistisch. Aber der Inhalt war wenigstens heil geblieben:


7 Das passt doch bestimmt für einen Leseabend, wenn es im Kamin knistert und draußen schneit, oder?
Jetzt muss ich aber nochmal schnell los zu einem kurzen Arzttermin...


8 Im Wartezimmer blättere ich derweil in meinem Quiltbuch und überlege, was ich aus den vielen gesammelten Stoffresten nähen werde.


9 Der Lockenhund freut sich am Nachmittag schon auf seine Runde, die jetzt wieder normal groß ausfallen darf. Artig trägt das Hundemädchen seinen Schalkragen, den ich ihm nach überstandener fiebriger Mandelentzündung genäht habe. 


10 Wir kommen auf der Runde beim Weihnachtsbaumacker vorbei. Nee, die sind erst in den nächsten Jahren soweit.... Habt Ihr schon einen Baum? Wir noch nicht.


11 Daheim verschiebe ich am PC-Bildschirm noch ein bisschen die Quiltquadrate und probiert verschiedene Hintergrundfarben aus.


12 Nach dem Abendessen werde ich den Bügelberg noch ein bisschen abtragen und dann im dritten Teil von Pullmans Trilogie weiterlesen. Sein neues Buch gefällt mir auf jeden Fall besser.

Wie es anderswo an diesem 12. Dezember aussieht, könnt Ihr wieder bei Caro (draußen-nur-kännchen) erfahren.

Samstag, 9. Dezember 2017

Köpfe und Hälse {samstagsplausch}

"Ehe man den Kopf schüttelt,
vergewissere man sich,
ob man einen hat."

Truman Capote


GEKRAMT: ein bisschen in der Weihnachtskiste und Sterne aller Arten aufgehängt

GENÄHT: auch einen Stern, den Ohio-Star für das Jahresquiltprojekt.



GEPLANT: die Fertigstellung des Quilts. So werden die Blöcke liegen, die Randdreiecke werde ich am Wochenende zuschneiden und schon einmal an der Rückseite arbeiten.

GEKAUFT: Stoff für die Streifen zwischen den Blöcken und die Rückseite und ein feines Wollvlies für die Füllung



GECLICKT: Kintsugi über die japanische Kunst Zerbrochenes zu veredeln.

GEPINSELT: die Karten für die Adventspost. Was habe ich mir alles ausgedacht und am Ende doch zu einer einfachen Lösung gegriffen, weil mich die Inspiration überwältigt hat...




GEPIEKST: bin ich worden, denn mein Calciumspiegel ist nach der OP viel zu tief. Jetzt muss ich Calciumtabletten en masse schlucken. Menno. Wäre ja schön gewesen, wenn mal etwas ohne Komplikationen ablaufen würde...

GEZÜCKT. das Fieberthermometer, weil der Lockenhund plötzlich an hohem Fieber erkrankt ist. Es hat ein bisschen gedauert, bis wir wussten, dass es eine Mandelentzündung ist. Der arme Wurm hatte wohl nach seiner OP und Antibiotikabehandlung zu wenig Abwehrkräfte

GEDACHT: dass Hund und Frauchen jetzt wirklich gemeinsam Ärger "am Hals" haben...


GEFRUSTET: dass die Hunderunden schon wieder im Miniformat gelaufen werden mussten 

GEFAHREN: schon wieder zu Ärzten für Menschen und solchen für Tiere

GENOSSEN: ein wenig Wintersonne


GELESEN: von Philip Pullman: Über den wilden Fluss und gleich noch einmal "Der goldene Kompass", weil es dazu perfekt passt.

GEFREUT: über Pastelltöne am Himmel



Am Wochenende werden wir versuchen, mal ein bisschen Advent ins Haus zu holen, den Hund gesund zu pflegen, zu backen, zu packen (Weihnachtspäckchen) ...

Und wie geht es Euch? Voll im Adventsstress oder beim Schneemann bauen oder mit dickem Hals und Mandelentzündung?

verlinkt bei
Andreas Samstagsplausch und Katjas In Heaven



Donnerstag, 7. Dezember 2017

Philip Pullman: Über den wilden Fluss {Bücherwelt}

Springt mit ins Boot! Meine Lieblingsneuerscheinung des Monats November wird Euch mitnehmen auf einen mitreißenden (Lese)fluss.



Vor einigen Jahren las ich begeistert Philip Pullmans Trilogie "His dark Materials" (Der goldene Kompass /  Das Magische Messer /  Das Bernstein-Teleskop). Die Verfilmung anzuschauen, habe ich mir erspart, denn ich wollte mir meine eigenen Bilder ungern nehmen lassen.
Sehr gespannt war ich deshalb, als ich erfuhr, dass Pullman mit seinem neuen Roman "Über den wilden Fluss" den ersten Teil einer neuen Trilogie ("Book of Dust")  geschrieben hat. Sie soll seine "His dark Materials"-Bücher zeitlich sozusagen einrahmen.

"Über den wilden Fluss" erzählt die Vorgeschichte, die ungefähr zehn Jahre vor der Handlung des "Goldenen Kompass" einsetzt.
Pullman führt uns in ein scheinbar bilderbuchähnliches Oxford, in dem der 11-jährige Malcolm Polstead, rothaarig, praktisch begabt, neugierig und großherzig seinen Gastwirts-Eltern im Pub "Zur Forelle" am Ufer der Themse zur Hand geht. Freiwillig hätte er wohl das 14-jährige Spül- und Serviermädchen  Alice  nicht als die weibliche Protagonistin ausgewählt, die ihm für sein Abenteuer zur Seite gestellt wird. Sie weiß sich gegen aufdringliche Gasthauskunden zu wehren und kann recht kratzbürstig und scharfzüngig sein - vor allem gegenüber Malcolm.


Malcolm hilft gern den Nonnen im Kloster auf dem gegenüberliegenden Ufer in der Küche und erfährt so, dass dort das halbjährige Baby Lyra (die wir als kindliche Heldin aus dem "Goldenen Kompass" kennen) zur Pflege und zum Schutz untergebracht wird. Die Idylle bekommt nun rasch Risse.
Malcolm muss miterleben, dass missliebige Wissenschaftler beseitigt und Schüler organisiert zum Ausspionieren und Denunzieren von Eltern und Lehrern angeleitet werden. Die freie Äußerung seiner  Meinung wird lebensgefährlich. Der Junge wird zusehends in das Netz des sich organisierenden Widerstandes eingebunden.
Durch eine dramatische Klimaänderung steigt der Fluss sintflutartig über die Ufer, so dass Malcolm und Alice unfreiwillig zum Team werden müssen, um das Baby Lyra vor seiner sowohl schönen wie auch grausamen Mutter und deren Handlagern zu retten, und zum Vater, Lord Asriel zu bringen.

Dabei wird Malcolms Kanu  "La belle Sauvage" (dt. die schöne Wilde), die im englischen Original titelgebend ist, fast selber zu einer Art Protagonistin. Sie wurde von den mysteriösen Gyptern auf ihre Aufgabe vorbereitet. "Dieses Boot wird jetzt das flotteste auf der Themse sein, abgesehen von richtigen gyptischen Booten. Es wird das Wasser durchschneiden wie ein heißes Messer die Butter."



Der zweite Teil des Buches spielt im Boot auf dem tobenden, unwettergepeitschten Fluss, und seinen gefahrvollen, düsteren Uferseiten, wo die Landschaft im Dauerregen versinkt und stattdessen mystische Orte emporsteigen.
Während die Protagonisten versuchen müssen, ihrem direkten alptraumhaften Gegenspieler Bonneville und den anderen Verfolgern einer totalitären Kirchenorganisation zu entkommen, will das Baby naturgemäß gewickelt und mit Milch versorgt werden,

Faszinierend finde ich Pullmans Idee, seinen Figuren individuelle tierische Anhängsel zu geben, die "Daemonen", die eine Art seelische Doppelgänger sind. Im Kindesalter der Romanfiguren sind diese noch in der Lage je nach Seelenstimmung sich in unterschiedliche Tiere zu verwandeln. Nach der Pubertät verfestigen sie sich. Der Daemon des düsteren Gegenspielers der Kinder, Gerard Bonneville, ist eine Hyäne, die keine Zweifel über beider Gesinnung lässt...
Malcolm selber rätselt , ob man selber etwas dafür kann, welche Gestalt der eigene Daemon annehmen wird. Der Dachsdaemon seiner Mutter belehrt ihn: "Du hast nicht gesagt, dass man ihn nicht auswählen kann, sondern dass man nichts dafür kann. Man kann sehr wohl etwas dafür, aber man weiß nicht, dass es so ist."
 
Nicht minder spannend ist das "Alethiometer", das zwar wie ein Kompass die Richtung in die Zukunft oder die Vergangenheit weisen kann - so man in der Lage ist, seine vielen Symbole zu deuten. Interessant sind Pullmans Steampunk-Elemente, man fühlt sich immer wie in einer Parallelwelt.



Ob man sich als junger oder älterer Erwachsener mit den beiden Protagonisten ins Abenteuer wagt, Pullmans Sprache, die Magie seiner Welt und eindrückliche kraftvolle Bilder nehmen einen gefangen.  Es ist spannend, die Entwicklung der beiden jungen Protagonisten Alice und Malcolm und ihres Verhältnisses zueinander auf ihrer atemlosen Reise mitzuerleben.

Ein Buch, das in keinem Moment langweilig wird und dem man sich kaum entziehen kann. Wenn man sich dann warm gelesen hat, kann man gleich im "Goldenen Kompass" nachlesen, was aus Baby Lyra geworden ist.

Absolute Leseempfehlung

Für junge LeserInnen ab ca. 13 Jahren und Erwachsene

Philip Pullman: Über den wilden Fluss
Carlsen Verlag
Erschienen am 17.11.2017



       

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Monatscollage November

Ja, Ihr merkt es, ich renne der Zeit hinterher... Schnell hake ich hiermit den November ab.

"Gott ist witzig. Es wäre nur schön, wenn uns jemand mal seine Pointen erklären könnte."

Woody Allen


Im November

* konnte ich noch viele schöne Herbststimmungen genießen
* habe ich mich über die vielen Teilnehmerinnen der Eye-Poetry # 10 gefreut
* schwelgte ich in Farben und Streifen
* ist der Lockenhund schwer erkrankt und musste notoperiert werden
* trug der Hund deshalb zeitweise Krankengarderobe bis er wieder genas
* lag ich im Krankenhaus und verlor dort den zweiten Teil meines Schmetterlingsorgans (mal wieder nicht komplikationslos, wie ich jetzt im Dezember feststellen muss)    



Samstag, 2. Dezember 2017

Samstagsgedanken

"Es mag nicht immer wichtig sein,
was man täglich denkt.
Aber ungeheuer wichtig ist,
was man täglich nicht gedacht hat."

Elias Canetti



Nachdem ich gestern aus dem Krankenhaus zurückgekehrt bin, habe ich das Gefühl, dass zwischen dem November und dem Dezember eine Brücke gespannt war, die erst einmal zu überqueren war.
Im Juli stand ich am Krankenhausfenster und habe die Mauersegler beobachten können.
Dieses Mal war ich im Krankenhaus ein Stockwerk tiefer einquartiert, was mir den Blick zum Himmel verwehrte. Den habe ich sehr vermisst und musste ihn mir gestern daheim unbedingt noch schnell holen.
Man lernt in solchen Zeiten die kleinen Glücksmomente schätzen...

Das Wochenende werde ich wohl noch brauchen, um im Advent anzukommen. Ich werde mir irgendetwas Adventliches vom Wochenmarkt mitbringen und das Haus ein bisschen schmücken. Dazu kann ich tatsächlich in meiner (fast) normalen Stimmlage summen. Das Stimmband blieb bei dieser Op heile.

verlinkt bei
Andreas Samstagsplausch
Katjas In Heaven  

Donnerstag, 30. November 2017

12tel-Blick(e) im November

Praktischerweise kann ich diesen Beitrag schon einmal am Wochenende vorbereiten und terminieren, denn am 30. liege ich im Krankenhaus.

Da der November sich hier am Bodensee nur eher selten von der unleidlichen, grauen Seite zeigte, konnte ich die Fotostandorte noch mal in schöner Herbstszenerie besuchen. Eigentlich hatte ich das Foto vom Seeufer schon im Kasten, aber am Morgen des 24. lockte mich die Morgensonne noch einmal runter zu den Enten und Schwänen.   

No. 1


am See, 
24. November 2017, 6 Grad, 9.45 Uhr, sonnig und sehr mild

An diesem milden Morgen werden zwei Kinder im Kinderwagen das Ufer entlang geschoben. Am nächsten Tag schlägt das Wetter um, es wird kalt und nass. Deshalb muss der Sonnenschein ausgenutzt werden. Das Laub leuchtet wunderbar golden. Ich gehe noch ein Stückchen weiter und fotografiere den Fotostandpunkt aus größerer Entfernung - schon kühles Winterblau, aber Herbstgold am Ufer.



No. 2


Schlösschenblick,
4. November 2017,  13 Grad  15,50 Uhr, sonnig

Die Schatten sind schon ziemlich lang um diese Zeit, das Schlösschen auf dem Hügel kann aber noch die volle Sonne genießen und strahlt förmlich.
Ich kehre um, laufe am Waldrand bergab bis zu diesem Feuchtgebiet. Das Schlösschen liegt in meinem Rücken.
Das Licht kann Anfang November noch wunderbar zaubern (wie ihr bei Standort 1 seht, vermag es das auch noch am Monatsende).



No. 3


Streuobstwiesen,
 14. November 2017, 6 Grad, 16.26 Uhr, sonnig

Schade, dass man auf dem Foto nicht den Blick in die Berge erhaschen kann. Der ist nämlich an diesem Tag prächtig, aber der Obstbaum steht direkt vor dem Säntis (im Januar vermutete ich ihn knapp daneben... Tja, die Standortwahl war nicht absolut perfekt.)
Ich drehe mich nach rechts, wo die Sonne sich hinter dem Wald schon für den Abendball umkleidet.
Die Wolken werden mit jeder Minute farbenprächtiger.


Von wegen grauer November. Ich hab mir jetzt richtig Mühe gegeben, seinen Ruf aufzupolieren...
Mal schauen, ob ich im Dezember noch mit Schneefotos abschließen kann.
Hier die schon fast komplette Reihe:







Am 30. jedes Monats bietet Tabea  auf ihrem Blog eine Plattform für alle Teilnehmerinnen dieses feinen Fotoprojektes. Danke, Tabea!

Samstag, 25. November 2017

Es war einmal.... {Samstagsplausch}

"We don't need a list of rights and wrongs,
tables of dos and don'ts:
We need books, time and silence.
Thou shalt not  is soon forgotten,
But Once upon a time lasts forever."

(Wir brauchen keine Liste von Richtig und Falsch,
Aufstellungen, was man tun und nicht tun sollte:
Wir brauchen Bücher, Zeit und Stille.
Du sollst nicht ist bald vergessen.
Aber Es war einmal dauert für immer.)

Philip Pullman


GEMALT: Streifen aller Arten für die Adventspost. Allerdings bislang nur Versuche.  Je mehr ich mich thematisch damit beschäftige, desto mehr lähmt mich das. Einfach nur munter drauflos pinseln, das wäre fein.

GEKOCHT: man kann auch Streifen kochen, sogar geignet für Allergiker (außer für mittlerweile Streifenintolerante, aber die gibt es bestimmt erst Ende Dezember ...)

GESAMMELT: habe ich weitere tolle Inspirationen lieber Teilnehmerinnen der Eye-Poetry #10 . Richtig spannend, was für unterschiedliche Ideen zu ein und demselben Gedicht da immer zusammen kommen.



GEPLANT: meinen Krankenhausaufenthalt nächste Woche und auch ein bisschen davor
GEFÜRCHTET

GESCHNITTEN: recht kurz ist meine Frisur geworden. Aber angesichts der Tatsache, dass das Haarewaschen in den nächsten paar Wochen rasch von statten gehen sollte, ist das okay.


GESCHLAGEN: höher hat mein Philatelistenherz, als ich diese herrlichen Briefmarken auf dem Brief von ihr entdeckte.  Die Glückskleetapirmarke von 2017! Hach! Und abgestempelte Pariser Federträger!! Herzlichen Dank, liebe Svea! 

GEFUNDEN: dass man sich das Ende des Novemberfrühlings und den Beginn des Winters (es soll ja bald schneien) versüßen sollte. Michaela hat dafür einen wunderbaren Vorschlag. Yep, das mache ich am Wochenende.


GENOSSEN: den Novemberfrühling

GENESEN: ist der Lockenhund, der jetzt seine Erkrankung hinter sich lassen kann

GELAUFEN: endlich langsam größer werdende Runden, der Hund darf jetzt wieder...


GESEHEN: die Berge, fast täglich gab es diese Woche glänzende Ausblicke

GELESEN: Philip Pullman: Über den wilden Fluss. Die frisch erschienene Vorgeschichte von "His dark Materials". Total spannend. Danach werde ich wohl die Folgebände nochmal lesen. Nehme ich mir ins Krankenhaus mit. Und wenn ich wieder raus bin, erzähle ich Euch ein bisschen über das Buch, versprochen.

GENÄHT: nichts, denn der Nähtisch liegt ja voller Stifte, Pinsel, Farben...


GESCHICKT: ein großes, schweres Paket Richtung Vermont

GECLICKT: diesen wunderbaren Beitrag, der jeden Rassismus ad Absurdum führt. Dann musste ich einfach noch mehr wissen über EllahCarlos Jay und all den anderen. Die Welt und das Individuum bekommen ganz neue Dimensionen.

GEDACHT: dass ich auch gern an dieser Runde (siehe oben) teilgenommen hätte. Und Ihr?


Nach den Einkäufen auf dem Wochenmarkt und in der Stadt freue ich mich auf meine feine Tasse Kaffee. Danach treffe ich Euch beim Samstagsplausch bei ihr.