Montag, 30. Oktober 2017

12tel-Blick(e) im Oktober

Zur Zeit ändert sich die Natur im Handumdrehen. Wo gestern noch goldene Blätter im Sonnenschein glänzten, liegen sie heute vom Sturm abgefetzt auf dem regennassen Boden. Da können auch die Blicke von meinen Fotostandorten ganz unterschiedlich ausfallen, je nachdem, wann ich Zeit fand, dort nachzuschauen.

Zum Standort am See bin ich zweimal mit Kamera unterwegs gewesen. Einmal an einem Nachmittag Anfang Oktober. Wie man an der Pfütze sieht, hatte es am Vormittag geregnet.

No. 1


am See, 3. Oktober, 15.56 Uhr, 
die Temperatur  war für wenige Tage auf rund 14 Grad gefallen 



Der Wind schob nicht nur ein paar Wolken vor sich her, sondern auch ein paar Segelboote.


So kann der Fotostandort aber auch im Oktober aussehen: im dichten Morgennebel werden gerade die Kunstobjekte aus dem kleinen Park wieder abgeholt.


18. Oktober, 9.45 Uhr, morgens ist es fies kalt im Nebel, 7 Grad...


No. 2


Schlösschenblick, 17. Oktober, 16.05 Uhr,
nachmittags sind es in der Sonne noch rund 18 Grad

Ja, wie man sieht hat der Oktober hier unten am Bodensee wunderschöne warme, sonnige Tage spendiert. Die Obstbäume haben sich jedoch ihrer Blätter fast vollständig entledigt. Der Blick nach oben an meinem Fotostandort zeigt, dass die Bäume am Waldrand noch goldenes Laub tragen. 




No. 3


Streuobstwiesen, 21.10., 16.10 Uhr, 
wolkig bei 14 Grad

Auch hier  ist es eher kahl und langweilig. Aber was blitzt da hinten hinter der Baumreihe so frisch gelbgrün hervor?
Ein kleines Rapsfeld. Ich mag diese vielen kleinen verschiedenen Felder. Sie geben der Landschaft einen bunten Anstrich und tun der Natur auch gut.


Ganz schön lang ist die Reihe schon geworden. Gegen meine Erwartung sind die Oktoberbilder noch recht freundlich, die Nebelfotos schiebe ich dann im November rein...





Am 30. jedes Monats bietet Tabea  auf ihrem Blog eine Plattform für alle Teilnehmerinnen dieses feinen Fotoprojektes. Danke, Tabea!


Sonntag, 29. Oktober 2017

"Joseph's Coat" oder ... Zeit für einen Mantel

Der Name des Quiltblocks für den Monat Oktober passt ja eigentlich zur kühler werdenden Jahreszeit, hat aber natürlich eine ganz spezielle Geschichte. Die erzählt im Rahmen des Quilt-Along 6 Köpfe - 12 Blöcke  dieses Mal Andrea vom Blog Quiltmanufaktur. Es handelt sich nämlich um einen Block mit biblischer Anspielung (altes Testament) auf den vielfarbigen Mantel Josephs, den er von seinem Vater Jakob geschenkt bekommen hatte.

Gearbeitet wird mit der Applikationstechnik, die bei diesem Jahresquilt schon einmal im April beim "Dresden Plate" angewandt wurde. Wegen anstehender Näharbeiten und Auszeit in den Bergen habe ich den Quiltblock ein wenig vor mir her geschoben. Außerdem ahnte ich, dass hier ein paar Probleme auftauchen werden. Im Verlauf des Oktobers wurden noch ein paar andere Varianten zum Nähen dieses Blocks vorgestellt, ich habe mich aber an Andreas Anleitung gehalten.

Mit den Spitzen der Formen hatte ich so meine Probleme. Ich habe mich gegen das Aufnähen von Hand entschieden, denn das ist wirklich nicht so meines. Stattdessen habe ich einen kleinen, engen Zickzackstich meiner Nähmaschine benutzt. Von weitem sieht der Block ganz gut aus, aber ansonsten ist er alles andere als genau.
In Jakobs Mantel pfeift der Oktoberwind rein...  (Ich hoffe, dass der Wintermantel für das große Lockenmädchen, den ich gerade nähe, dichter ist.)


Anders als bei der "Dresden Plate" habe ich mich nur für zwei bunte Stoffe entschieden. Das passt auch noch zu unserem Oktober, schaut mal:


So sieht der Quiltentwurf mittlerweile aus. Ich bin ja mal gespannt, was für eine Aufgabe für den November ausgewählt wird.     







Samstag, 28. Oktober 2017

Gegen den Schmalspursamstag {samstagsplausch}


"Der Tag ist 24 Stunden lang, aber unterschiedlich breit."

Wolfgang Neuss



GEFREUT: auf hellere Morgen. Ich bin ja wahrhaft kein Freund der Zeitumstellung, aber unter der morgendlichen Dunkelheit leide ich schon etwas. Schade nur, dass die Freude nur eine kurze ist und gegen früheres Dunkelwerden am Abend eingetauscht wird.

GEDACHT: Ich würde ja gar zu gerne mal eine ganzes Jahr in Skandinavien zubringen. Allerdings weiß ich nicht, wie es mir dann im finsteren Winter gehen würde.



GENÄHT: zwei Sweatshirts, eines für die Tochter das andere für mich. Ein Umstandshirt und endlich meinen Quiltblock für den Monat Oktober. Damit habe ich fast alle geplanten (kurzfristigen) Nähprojekte, von denen ich letzte Woche schrieb, abgearbeitet. Fein.

GEPLANT: am Wochenende werde ich dann endlich den Wintermantel für das große Lockenmädchen nähen.


GEMERKT: dass es allmählich Zeit wird, die Terrasse winterfest zu machen und einige Pflanzen ins Haus zu holen. Es blühte bislang noch so viel und es hatte noch viele sonnige warme Tage, dass man es immer wieder aufschob.

GEKAUFT: Quiltstoffe, ein paar Teile beim Möbelschweden, um das Gästebad umzubauen und Zubehör für ein Hochbeet

GEPLANT: wie man den Käufen entnehmen kann, ist in der nächsten Woche im Bad, im Garten und  am Nähtisch einiges los


GENERVT: dass der wichtige Arzttermin um zwei Wochen verschoben wurde

GESTAUNT: dass der Techniker, der nach der Waschmaschine schauen soll, bereits am Montag hier auf der Matte stehen wird, während der Klempner, dem wir seid Wochen hinterher telefonieren, sich nicht rückmeldet (die ignorante Amsel erinnerte mich an ihn...) 


GELACHT: über die Vornamenslisten verschiedener Jahrgänge. Na, seid ihr vom Vornamen her auch unter den Top-Ten Eures Jahrgangs?

GEFUNDEN: eine schöne neue Runde durch den Wald, auf der wir gleich auf eine feine Roteiche im prächtigen Herbstkleid gestossen sind.



GELESEN: Agnes Krup: Mit der Flut. Ich werde nächste Tage mal ein bisschen mehr darüber schreiben.

GEPFLÜCKT: Dahlien im Beet zum Selberpflücken. Ob ich mir nächste Woche auch noch einmal welche holen kann, oder ob sie total verregnet sein werden?



GEFRAGT: Wenn Du eine Hilfe für den Alltag anstellen könntest: wäre das eine Köchin, ein Chauffeur, ein Kindermädchen oder eine Putzfee? 

GENOSSEN: eine Hunderunde auf der Mainau im dicken Morgennebel. Auch Nebel kann seine schöne Seiten haben.  Nur bitte nicht jeden Tag, seufz.


Nach dem Besuch des Wochenmarktes und dem Abstecher in die Stadt setze ich mir wieder an den Tisch zum Samstagsplausch meiner Namensvetterin Andrea und schaue, was Ihr so zu erzählen habt.

Ein schönes Wochenende, genießt die letzten Oktobertage! 

Freitag, 27. Oktober 2017

Vor dem großen Grau {in heaven}

Ab heute tröpfelt der Herbsthimmel zunehmend schnell dem Novembergrau entgegen. Da war es doch sehr aufmerksam, dass er sich in dieser Woche (zumindest hier im äußersten Süden der Republik) noch mal ins Zeug gelegt hat.

Solche Himmel würde ich gern in Gold rahmen, aber das ist ja out. Obwohl - Ginkgogold geht doch immer, oder?


Morgens hängt über dem See eh meist die typische herbstliche Nebelsuppe, die Himmelsgrau und Seegrau zu Einem zusammenfließen lässt und fies feucht den Rücken hochkriecht.


Welch ein Glück, wenn dann mal tatsächlich ein sonniger Morgen vorhergesagt wird. Das muss dann unbedingt ausgenutzt werden! 


Ab Mittag spätestens wurde in dieser Woche dann das Grau durch Blau mit Schäfchenherden abgelöst. Hier hatte ich aber eher die Assoziation von einem großen Walfisch...


Ja, jetzt bekommt Ihr noch den herbstlichen kitschigen Abendhimmel aufs Auge gedrückt. Das muss jetzt sein, denn ob es den noch so schön im November zu sehen gibt, weiß ich nicht.


Zum Monatsabschluss habe ich noch meinen Lieblingshimmel des Oktobers rausgesucht: der Sonnenaufgang in den Bergen, ein unvergessliches Schauspiel.


Ich freue mich sehr, das Katja (die Raumfee) wieder jeden Samstag ihren Himmelsreigen (In Heaven) für alle öffnet.

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Monatscollage im Oktober

"Bunt ist meine Lieblingsfarbe."

Walter Gropius


Die Farben des Oktobers habe ich genossen

* das Gold des Lieblingsginkgobaumes, den ich besuchte
* das Dunkelrot des wilden Weines in der Laube auf der Terrasse und am Berghaus
* das strahlende Blau des Himmels in den Bergen
*das dunkle Braun der Esskastanien, die wir gesammelt haben
* das weißgetupfte Hellrot der vielen Fliegenpilze, die ich fand 
* die schillernden Farbe von Eidechsen und Kreuzotter
* das Weiß, Orange, Gelb, Grün, Blaugrün der Kürbisse
* die Farbvielfalt der Blätter - Grün, Rot, Gelb, Gold, Braun
*die liebe bunte Post: das Grün der jungen Pilea, in frischer und gedruckter Form (danke, liebe Mano) und das Orange der Lampionblume (danke, liebe Birgitt)
* das Grau des Nebels über dem See
*Golden- und Silberlicht, Dunkelblau aus dem Gedicht der Eye-Poetry-Challenge dieses Monats



Samstag, 21. Oktober 2017

Über kurz oder lang {samstagsplausch}

"Die Tage sind lang,
aber die Jahre sind kurz."



GEFREUT: dass wir während unserer Auszeit in den Bergen von morgens bis abends Sonne und warmes Wetter hatten, wieder daheim mussten wir uns erst einmal wieder mit dem morgendlichen, herbstlichen Bodenseenebel abfinden

GELIEBT: das Morgenlicht in den Bergen

GEWUNDERT: dass sich für dieses feine alte Haus noch kein Liebhaber gefunden hat. Es wird wohl ein "lost place" bleiben


GELESEN: im Kurzurlaub - allerlei aus dem digitalen Bücherstapel auf meinem Ebook-Reader. Jetzt daheim habe ich mit Agnes Krup: 'Mit der Flut' begonnen.

GESAMMELT: 13 kg Maroni (Esskastanien), man kann einfach nicht aufhören, das scheinen alle Kastanienarten an sich zu haben....



GELAUFEN: über die alten Wege der Hirten in den Bergen. Gar zu gern hätte ich mehr Geschichten aus der Vergangenheit dieser Region gehört.

GEHÖRT: den Schweizer Sender SRF 1 wie immer, wenn wir im Berghaus sind, das gehört irgendwie dazu



GENOSSEN: hat der Lockenhund die kleine Auszeit. Den ganzen Tag durfte er frei im großen Garten bergauf und bergab herumtollen, morgens und abends in den Wald hineinbellen, dass kein Wildschweinbesuch erwünscht wäre.

GEHÜPFT: vor Schreck ist der Lockenhund, als er die Kreuzotter auf dem Weg im Esskastanienwald entdeckte


GEHOLT: auf der Heimfahrt zwei schöne blaue Kürbisse, Hokkaidos sind eigentlich immer im Haus derzeit

GEKOCHT: Kürbissuppe mit Maroni. Passt doch perfekt...


GEPLANT: die Näharbeiten der nächsten Zeit - ein Kindermantel, zwei Erwachsenensweatshirts und ein Umstandsshirt, ein paar warme Mützen für die Kinder, zwei Quiltprojekte...

GEKAUFT: die Stoffe für obige Näharbeiten

GESCHOCKT: über die Zahlen zum Vögel- und InsektensterbenNoch schlimmer, als ich eh schon befürchtete...



GEWÄHLT: ein Haiku für die Eye-Poetry #10. Ich mag japanische Haiku sehr. Ihr auch?

GEMOCHT: die vielfältigen, spannenden und schönen Beiträge für die  Eye-Poetry #09. Fällt Euch spontan etwas zum Gedicht ein? Nur zu, Ihr habt noch bis zum 14.11. Zeit. Die Beiträge zu den bisherigen poetischen Texten der letzten Monate findet Ihr übrigens gesammelt auf meiner Eye-Poetry Seite.

GESTAUNT: dass man im Mittelalter ganz anders gegangen ist als heutzutage. (Leider ist das Video auf Englisch, aber sehr gut zu verstehen).


Ein schönes Wochenende!

verlinkt bei Andreas (Karminrot) Samstagsplausch

Freitag, 20. Oktober 2017

Morgenmagie


Im Berghaus müssen wir auf schöne Sonnenuntergänge verzichten, denn da steht schlicht ein Berg im Weg. Aber wenn man rechtzeitig genug aus den Federn hüpft, bzw. sich aus dem Schlafsack windet, wird man mit einem herrlichen Sonnenaufgang belohnt.
Der lässt sich Zeit und liebt es, sich zu inszenieren. Da hat man als Zuschauer genug Muße, tatsächlich einen Planeten am Morgenhimmel zu erspähen. Ich glaube, es ist die Venus. Seht Ihr sie?


Der Himmel ändert sich mit jeder Minute. Man mag nur schauen und vergisst die Welt um sich herum.


Der letzte Akt vollzieht sich dann aber rasch, da bleibt nicht viel Zeit für ein Ahhh und Ohhh....


Kaum ist sie da, wird man fast geblendet und alles um einen herum ist in ein goldenes Licht getaucht.


Ein Sonnenaufgang in den Bergen ist fast schon magisch....


Ansonsten war der Berghimmel tagsüber fast langweilig dauerblau. Mit Mühe konnte ich ein paar Wattewölkchen für Euch einfangen.


Meinen morgendlichen Berghimmel schicke ich zu Katja, die morgen (endlich wieder) Himmlisches sammelt. Ihre Himmelsblicke haben mir sehr gefehlt.

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Herbstfreund

Einen meiner liebsten Herbstfreunde küre ich heute mal zu meinem Liebling.
Ich bin vollkommen unbewandert in der Pilzkunde und muss mich beim Einkaufen von Pilzen auf dem Markt vollkommen auf den Fachmann am Stand verlassen (okay, seine Shiitake, Champignons, Stachelbart, Austernpilze etc. kann ich jetzt natürlich auch unterscheiden...). In Feld, Wald und Flur staune ich immer über die Vielfalt an Pilzen.
Aber einen erkenne ich in jedem Herbst, weiß mittlerweile von seinen Plätzen und suche ihn dort dann immer im Oktober.

In den Bergen war er zwischen Esskastanienbäumen und Birken öfters zu sehen. Mal jung, rasch wachsend und dann auch recht morbide - der Fliegenpilz.
Seit der Kindheit währt unsere Freundschaft. Es ist heute vielleicht auch wieder die Liebe zu den kleinen Dingen....
Und Ihr? Ist er für Euch Glückssymbol, Augenweide, Gift oder habt Ihr ihn gar noch nie entdeckt?




     

Frollein Pfau sammelt mittwochs, was wir so mögen und Ghislana freut sich über Naturblicke.

Dienstag, 17. Oktober 2017

12 von 12 im Oktober - ein Nachtrag

Am Zwölften dieses Monats verbrachten wir unsere kleine Auszeit im Berghaus und klammerten das Internet weitgehend aus.


1 Während ich noch schlummere, genießt Herr Holunder gemeinsam mit dem Lockenhund den Sonnenaufgang über den Bergen. Gut, dass er meine Kamera dabei hat.


2 Den Regenradar brauche ich dieses Mal nicht, sondern ich vergewissere mich lediglich, dass es weiterhin wolkenlos, sonnig und warm bleibt.


3 Der brave Hund richtet seine Sinne bergabwärts, denn Herrchen ist unterwegs ins Dorf, um Kleinigkeiten aus dem Auto und Brot vom Bäcker zu holen. Bis er wieder da ist, muss halt der Hund hier Wache schieben.


4 Gemeinsam mit Hund und Herrn H. zweites Frühstück im Sonnenschein eingenommen. Mmmh. Müsli mit Khaki.


5 Da wir gesundheitsbedingt (ich) ein Jahr nicht hier waren, ist grobe Gartenarbeit nötig. Da gucke ich gern mal zu.


6 Ansonsten genießen der Hund und ich die Sonne. Gut, dass ich einen Sonnenhut hier habe


7 Ja, hier in den Bergen gehe ich am Stock. Ich kann nicht dreidimensional sehen, da ist das eine gute Hilfe. Außerdem....


8 muss ich heute mal nach der Sichtung der Kreuzotter mit dem Stock klopfend vorgehen. Der Lockenhund hat schier einen Satz rückwärts gemacht.


9 Mittagessen am Steintisch mit Blick auf die Berge.


10 Nachmittags wollen wieder die Maroni gesammelt werden. Was für ein prächtiges Esskastanienjahr dies ist. So viele Kastanien, dick und prall wie lange nicht. Am Ende werden wir 13 Kilo heimnehmen.



11 Den Rest des Tages verdödel ich, lese viel, faulenze, genieße die Sonne.


12 Nach dem Abendessen heizen wir den Kamin an und machen es uns drinnen gemütlich, bis Herr und Hund nochmal rausgehen und den tollen Sternenhimmel in absoluter Stille genießen.


Caro (draußen nur kännchen) sammelt unsere 12ten der Monate.