Donnerstag, 16. November 2017

Eye - Poetry # 11 - Die kreative Herausforderung für November / Dezember


Was habe ich mich gestern gefreut, wie reichlich und rasch Eure Ideen hier für den Haiku des Vormonats eintrafen. Ich bin gespannt, auf die weiteren Teilnehmerinnen.

Geht es Euch auch so, dass sich im Dezember Termine ballen, an Näh- und Basteltisch Auftragsarbeiten und Weihnachtsgeschenke hergestellt werden wollen, der Kopf voller Ideen für Adventskalender, Weihnachtskarten oder die kreative Adventspost brummt?

Seht Ihr, deshalb läuft bei der Eye-Poetry zum Ende des Jahres alles ein bisschen anders:

1. Ihr habt Zeit bis zum 30. Dezember, erst dann werde ich an dieser Stelle nach Euren kreativen Werken fragen.

2. Die Linkparty wird dann nur eine Woche geöffnet sein, dieses Mal ist Pünktlichkeit gefragt.

3. Wieder werde ich Euch hier ein Gedicht als Inspirationsquelle mit auf den Weg geben. ABER: wenn Euch beim Nähen, Malen, Zeichnen, Basteln, Fotografieren, Filmen, Kleben, Stempeln etc... ein anderer literarischer Text: ein Gedicht, ein Romanzitat... als Inspiration und Ausgangspunkt dient, würde ich mich freuen, wenn Ihr dann am 30.12. euer Werk zusammen mit diesem Text auf Eurem Blog vorstellen und bei der Eye-Poetry #11 verlinken würdet. Ihr seid also diesmal nicht an das folgende Gedicht thematisch gebunden.

Das kurze Gedicht, welches ich Euch mit auf den Weg gebe, stammt von Erich Mühsam (1878 - 1934 ermordet im KZ Oranienburg) . Mühsam gilt als der produktivste literarische Vertreter des deutschen Anarchismus und warnte bereits früh und sehr eindringlich vor dem Nationalsozialismus, dem er bis zuletzt unbeugsam widerstand. Das ausgewählte Gedicht stammt aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg.   


Wie der zerrissene Streifen Mondeslicht
In Silbersternen auf dem Wasser irrt!
Die Welle, die nach Mondesküssen girrt,
Und der zerfetzte Glanz sind mein Gedicht.

Erich Mühsam




Am 30. Dezember werde ich  nachfragen, was Euch an interessanten Ideen in den Sinn gekommen ist, ob von Mühsams Gedicht oder einem anderen literarischen Werk.

Hier noch einmal die (unveränderten) Spielregeln:

Eure Möglichkeiten sind weit gefächert, je größer am Ende die Vielfalt, desto interessanter ist es doch.

* Eye Poetry - was ist damit gemeint?
"Lyrik fürs Auge" -  Literarisches für das Auge umgesetzt.

* Idee:
An jedem 16. eines Monats stelle ich ein Gedicht, ein Zitat oder ein kurzes Stück Prosa vor.
Wir haben einen Monat Zeit,  einen ganz persönlichen kreativen Weg zu finden, den Text für das Auge umzusetzen, zu interpretieren und in eine neue, eigene Form zu gießen.
Die Form ist frei. Möglich sind z.B.

- Foto, Fotoserie
- Darstellung in gemalter, gezeichneter, collagierter, gestempelter ... etc. Form
- künstlerische Installation oder Aktion
- Genähtes, gestricktes, gesticktes, gefilztetes etc. Objekt
- Filmchen
- ...

Es gibt keinen falschen oder richtigen Zugang, sondern nur einen ganz persönlichen.
Es geht nicht um Perfektionismus, sondern um kreatives Schaffen, Spaß, Inspiration.
Jeder wählt die Form, die ihm gerade passend erscheint, an der er Spaß hat, wofür gerade die Zeit übrig ist. Und manchmal ist dann vielleicht auch der Zufall im richtigen Moment zur Stelle.

* Vorstellung
Teilnehmen könnt Ihr mit einem eigenen Blog-Posting. Am 15. des Folgemonats   Am 30. 12. 2017 verlinkt Ihr die Darstellung Eurer Ergebnisse auf meinem Blog.
(Am besten, ihr sucht für das Thumbnail-Image, das dann hier auf dem Blog erscheint, Euer Ergebnis aus).
Spannend wäre es, wenn Ihr Eure Idee und den Weg dahin schildern würdet. Am Ende sollte auf jeden Fall das  Objekt / Foto/ Bild/ ... stehen mit dem zugrunde liegenden Zitat.

Bedingung ist nur, dass es keine älteren Beiträge sind und/oder die nicht in Zusammenhang mit unserem Projekt erstellt wurden. (Kommerzielle oder Werbung tragende Links sind unerwünscht, da bitte ich um Euer Verständnis).

Gern dürft Ihr diesen Button mit auf Euren Blog nehmen:


Viel Spaß! Wir treffen uns mit unseren Ergebnissen dann hier am 30. Dezember.

Kommentare:

  1. Uijujujujuuuuiiii,
    das passt zu Erich Mühsam und die Befreiung der Gesellschaft. In der Schule haben wir ihn
    "auseinander" genommen und und und und.

    Nun, bei dem Gedicht fällt mir was ein und ich muß jetzt extra für die in den Keller und
    kruschteln, ob ich nich noch was von ihm finde.

    Ich war total gespannt, was du heute für eine Aufgabe hast und ich denke, da fällt mir eine Menge ein.

    Hab einen schönen Tag, Gruß an den Lockenhund und
    nix ist unmöglich, wir schaffen das! :-))

    Lieben Gruß Eva

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  2. sollte lauten
    "für dich in den Keller...."

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  3. Liebe Andrea, danke dir für die neue Aufgabe und den TExt. Ich mag ihn sehr. LG. Susanne

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  4. Liebe Andrea
    was für ein grossartiges Gedicht das ist wieder Mal ein tolles spannendes Gedicht richtig zum träumen meiner Vorstellungskraft und mit der Zeit lassen finde ich gut, nah da bin ich schon gespannt drauf was so kommen wird.
    All die schönen Beiträge sind immer wieder so schön zu sehen wie fasst der eine oder der andere es auf die Worte und das Gefühl dazu!
    Herzlichen Gruss Elke

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  5. ...erstmal den Text abgespeichert, liebe Adnrea,
    ist doch schon eine Ahnung in meinem Kopf...was daraus wird? wir werden sehen,

    liebe Grüße Birgitt

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  6. Ach, was ein toller Text... Und die ausgedehnte Zeitspanne ist entlastend ;-) Liebe Grüße, eben habe ich den Post für morgen geschrieben, und da ist auch meine Nr. 9 dabei. Danke übrigens für deine liebe Post, über die ich mich freuen durfte, als ich gestern aus Rostock heimkam... Ghislana

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  7. Wieder so eine toller Gedankenanstoß, liebe Andrea. Ich bin schon gespannt, welch' wunderbare Umsetzungen, ich dann bei Euch bestaunen kann. Wie Du ja bereits bemerkt hast, schaffe ich es fast nie dabei zu sein. Auch wenn ich mich bemühe. Sorry!! Die Bloggerzeit ist im Moment so knapp.. seufz! Ich wünsche Dir einen ganz wunderbaren Freitag. Herzlichst, Nicole

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  8. ein wunderbarer vers!
    ich werde mich beMÜHen, eine idee entwickeln und hoffentlich dabei sein.
    einen lieben gruß von mano

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