Samstag, 19. Mai 2018

Tacet

"Auch die Pause gehört zur Musik."

Stefan Zweig


GEREGNET und GEDONNERT: hat es hier letzte Woche öfters. Aber es wurde wirklich Zeit, dass auch wir mal etwas vom Regen abbekommen. Auch wenn so feine Schönheiten wie die Pfingstrose oben hinterher etwas derangiert aussehen...
Meine Kamera blieb deshalb auch meist daheim, wenn ich unterwegs war.

GENERVT: weil ich mit dem Hund nochmal zur Tierärztin musste. Der Bluttest war aber okay, mal schauen ob die Globuli helfen. Außerdem hat der Lockenhund ein knappes Kilo zugelegt. Das war also nicht nur das plüschige Fell auf den Hüften... Da muss wohl Schmalhans den Napf in den nächsten Wochen füllen!



GESEHEN: viele schöne Wiesenblumen, wie z.B. die obigen Esparsetten.

GETRUNKEN: Rhabarberschorle

GERUTSCHT und GEFALLEN: auf regennassem Holzsteg der Länge nach hin. Alles war noch heile: Knöchel (dank Wanderbeschuhung) und Hose. Nur das Knie war aufgeschlagen und der Hund etwas verstört. Ja, wer vier Beine und Spikes an den Pfoten hat, läuft da problemlos drüber. 


GENÄHT: Babysachen aus Jersey. Sehr praktische Methode, schöne Stoffreste endlich zu verwerten.

GELESEN: immer noch meine Mittelaltergeschichte Rebecca Gablé: Der König der purpurnen Stadt. Inzwischen stapeln sich schon die nächsten Bücher, z.B. George Saunders: Lincoln im Bardo. Auf das Buch freue ich mich sehr! 



GESUCHT: nach Inspirationen für die Gartengestaltung

GEKAUFT: viele Pflanzen für den Garten: Funkien, Hortensien u.ä.

GELAUFEN: entlang schöner idyllischer, verwunschener Orte, ganz in der Nähe, wohin sich kaum mal ein Tourist verirrt




GESAUGT, GEPUTZT und ausgemistet: irgendwie muss ich mal wieder ein bisschen Ballast
abwerfen.  Im Haushalt aber auch im Blog, den ich momentan auch noch auf- und umräume. 

GEFUNDEN: einen neuen Namen für meinen Blog. Irgendwie passte "Holunder" nach knapp sieben Jahren einfach nicht mehr.
Irgendwie sollten sich Farben, Natur, Himmel, Kreatives, Leichtigkeit drin widerspiegeln.

GEPLANT: nach einer Blogpause sich von Blogspot zu verabschieden.
Ade, es war wunderschön mit Dir, aber nun ist es Zeit für eine Veränderung.


Demnächst in diesem Kino:

Die Zitronenfalterin

Bis dahin wünsche ich Euch  schöne Pfingsten, sonnige Maitage und entspannte Ferientage, so ihr welche habt. Falls nicht: viele heitere, bunte Stunden immer wieder zwischendurch.



verlinkt bei

Samstag, 12. Mai 2018

12 von 12 im Mai



Meine zwölf bunten Momente am 12. des Monats Mai


1 Nach dem Frühstück geht es auf den Wochenmarkt. Heute tragen wir nicht nur Gemüse und Obst, sondern auch einige Kräuterpflanzen von der Lieblingspflanzenhändlerin zum Auto.


2 In der Stadt geht es eh immer bunt zu. Wir müssen auch noch ins Sportgeschäft, damit der liebe Mann bei der nächsten Hunderunde wieder perfekt beschuht ist.


3 Natürlich nehme ich noch ein Foto für den 12tel Blick auf, bevor es heimwärts geht.



4 Zuhause freut sich der Hund auf seinen Hundekuchen und wir auf Kaffee und das zweite Frühstück draußen auf der Terrasse.


5 Die Postbotin bringt einen lieben Gruß der Töchter, die ahnten, dass Muttern gerade keine Blumen im Haus hat.



6 Im Garten wollen selbst gezogene Pflänzchen eingepflanzt werden. Nebenbei topfe ich dann auch noch ein paar Kandidaten von der Fensterbank um.


7 Die englischen Geranien haben es mir dieses Frühjahr angetan.


8 Nachmittags wollen die Erdbeeren vom Markt den Rhabarberkuchen begleiten. Mmmmh!!!



9 Die Hunderunde verlegen wir heute in den Wald. Hier ist es fein schattig und ein Froschkonzert steht auch an.


10  Der Lockenhund muss acht geben, ob er das Risiko eingeht, vor lauter Ausschau halten nach Enten und Blässhühnern, den Lieblingsballi zu verlieren. Geht gar nicht!!!



11 Suchbild mit Magentaballon. Es hängt noch eine Botschaft dran, doch der Landeplatz ist denkbar ungünstig. Darum muss sich der Reiher kümmern...


12 Heute Abend werde ich in meinen Zeitschriften blättern, lesen, weiter das schöne Farbbuch bewundern und mein Ebook für das nächste Nähprojekt ausdrucken. 

War es heute bei Euch ähnlich farbenfroh?

verlinkt bei Caro (draussennurkännchen)

Prinzessin und Waldvöglein

"Aber aus Kindern werden Königinnen."

Rainer Maria Rilke



GEWUSST: dass dieses "kleine Unscheinbar" im Wald eine Orchidee ist: das Weiße Waldvöglein, das in diesem Jahr sein Reich an dieser Fundstelle flächenmäßig ausgedehnt hat.

GEFAHREN: ins Ruhrgebiet, wo sich von den Urgroßeltern bis zum kleinen Baby-Prinzesschen Generationen zusammen fanden. 


GENERVT: von der Hinfahrt von einer Baustelle zur nächsten, von dichten Verkehr, den Staus und den vielen Lastwagen.

GEDACHT: nach 8 Stunden Fahrt Richtung Norden, dass wenn wir in Richtung Süden losgedüst wären, wir nach 8 Stunden in Florenz gewesen wären. Kein Wunder, dass man hier am See sich eher mediterran fühlt.

GEWÜNSCHT: mehr Güter auf die Schiene. Was für ein hoffnungsloser Wunsch...



GEPFLANZT: meine Jalapeno- und Inkagurken-Pflänzchen in größere Töpfe. 

GESÄT:  Rauke, Blutampfer, spezielle Möhrensorten

GESAMMELT: abendliche Himmelsstimmungen, weil ich schon länger keine Himmel mehr in Katjas Himmelssammlung gestellt habe und weil sie einfach sooo schön sommerlich sind.



GELESEN: immer noch Rebecca Gablé: Der König der purpurnen Stadt. Abtauchen in das London zu Zeiten Edwards III.  Farbbad genommen in Willy Puchners Welt der Farben

GENÄHT: Gar nichts. Das große Sommerpaket in die Staaten ist bereits dort angekommen. Jetzt muss ich mal durchatmen, das Nähzimmer aufräumen und den Babyquilt fürs Junikind planen,


GEGESSEN: viel Spargel und Erdbeeren. Was sonst im Mai?

GEWARTET: auf den großen Regen, der auch diese Woche hier am Bodensee ausblieb. Es gab einmal eine Zeit, in der ich Gummistiefel trug. Lang, lang ist's her...



GESEHEN: dass der Bodensee durch die Schneeschmelze schon gut gefüllt ist.

GESUCHT: nach einem neuen Blognamen, denn nach über sieben Blogjahren passt der alte nicht mehr so recht. Nach der anstehenden Blogpause wird sich hier doch einiges ändern.


Genießt heute noch einmal den Frühsommer, für die nächste Woche wurde uns ja Regen versprochen, Naja, ich bin mal gespannt. Mamertus und Pankratius haben hierzulande nichts derartiges mitgeführt, aber Bonifatius und die kalte Sophie sollen wohl eine Gießkanne mitbringen.
Abwarten und Tee trinken, heißt es ja. Den lasse ich mir heute wieder von Karminrots Andrea einschenken.

Macht es Euch schön! Wir sehen uns heute abend bei 12 von 12.

Samstag, 5. Mai 2018

Frühlingssprint

"Unkraut ist die Opposition der Natur
gegen die Regierung der Gärtner."

Oskar Kokoschka




GERANNT: dem Frühling hinterher. Man kommt ja gar nicht mehr mit! Wer möchte schon irgendetwas von den schönen Farben der Natur verpassen?
Eh man sich versieht, kapitulieren die Tulpen schon vor der Wärme, den Buschwindröschen wird es zu schattig unter dem -schwupp- aufgeklappten Blattwerk in den oberen Stockwerken. Was, die Kastanien und der Rhododendron blühen schon? Kein Wunder, dass es der Tulpe schon ganz fusselig im Kopf wird...



GEFREUT: dass es Arm und Schulter wieder besser geht, dass ich wieder in die Physio einsteigen kann

GEWUNDERT: als eine ältere Dame aus dem Fenster lehnend schimpfte, ich solle keinen Müll in die Wiese werfen. Es war ein Futterdummy, den mein Hund gerade artig apportierte und ablieferte. Da versucht man die Umwelt nach Kräften zu schützen und kommt trotzdem in Verruf...

GEKAUFT: noch ein paar Blümchen in der Gärtnerei. Ja, ich habe eigentlich schon alle Pflanzen für die Kübel und Kästen zusammen.



GEHOFFT: dass sich Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die Kalte Sophie nächste Woche ein langes Wochenende machen und irgendwo eine Auszeit nehmen. Frau Ungeduld hat voller Optimismus hier schon eine Meute von Pflanzen und Setzlingen auf der Terrasse stehen, die sie ungern nächtens ins Wohnzimmer schleifen möchte... 

GENÄHT: noch schnell etwas für das Vermonter Paket und es dann auf die Reise geschickt.

GEJAMMERT: weil die große alte Glyzinie nur wenige, ganz mickrige Blüten bringt. Was kann da los sein?? Sonst rankt sie sich doch immer ums Haus herum.  Nur die junge Glyzinie blüht herrlich als Trostpflästerchen.




GESTAUNT: über den Blütenstaub, der hier auf allem liegt. Die Autos strahlen gelb (ist eh schöner als weiß-grau-schwarz),  auf den Blättern liegt überall Blütenstaubpuder, auf dem See schwimmen Schwaden davon, ganze gelbe Wolken wabbern übers Land.

GEWÜNSCHT: mal ein oder zwei Tage tüchtig Regen, damit mal alles sauber gewaschen wird und Pflanzen und Grundwasser was abbekommen. 

GEGRÜBELT: wie es den Pollenallergikern gehen mag...



GELESEN: Natasha Friend: No 9677 oder wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam - ein sehr unterhaltsames Jugendbuch, das ich nur weiterempfehlen kann!
Rebecca Gablé: Der König der purpurnen Stadt.  - Zurück ins Mittelalter. 

GEBACKEN: Rhabarberkuchen mit Baiser

GESEHEN: dass auch die Taschentücher schon wieder am Taschentuchbaum hängen...




GEPUTZT: und aufgeräumt auf meinem Blog, damit er danach durchgekämmt in die Umbauphase gehen kann.

GEPLANT: die Zeit der Blogpause, die allmählich näher rückt. Es wird sich danach hier eine Menge ändern...




Bei uns steht an diesem Wochenende die Großfamilie im Vordergrund. Und Ihr? Was unternehmt ihr an diesen sommerlichen  Tagen?

verlinkt bei Andreas Samstagsplausch (Karminrot-blog)

Montag, 30. April 2018

12tel-Blicke im April

Was habe ich mir Ende letzten Monats vom April für den 12tel-Blick gewünscht?  "Deutlich sichtbare Frühlingsimpressionen" mit drei Ausrufezeichen.

Schauen wir mal, wie aktiv der zunehmend wärmer werdende April sich ins Zeug geworfen hat. Ich habe Euch jeweils ein Foto vom Monatsanfang und eines vom -ende mitgebracht. Die Fotos vom Monatsende kommen dann natürlich in die "Wertung". Sie haben die drei Ausrufezeichen verdient.

No. 1


Land: Blick auf den Mühlenweiher

oben, Do. 12. April 2018, 16.07 Uhr, ca. 17 Grad
unten, Di. 24. April 2018, 15.40 Uhr, 20 Grad  


Nicht zu fassen, ich habe die Blüte des Apfelbaumes verpasst. Die hinteren Bäume blühen gerade noch. Der Flurschaden durch die Wildschweine war gerade frisch bearbeitet, knapp zwei Wochen später fast zugewachsen.


Noch kann ich gut durch die Wiese zum Fotostandort laufen, aber sie wächst schon sehr rasch.


Am 12. 4. konnte man schön die Berge sehen, noch waren die Bäume kaum belaubt.






No. 2


Stadt: auf der Laube

oben:  Do., 5. April 2018 11.20 Uhr, 9 Grad
unten: Mo., 23. April 2018, 10.18 Uhr, 15 Grad



Was für ein feiner grüner Hauch über der Laube schwebt. Hier ist der Frühling nun auch eingezogen.


Beim Fotografieren lehne ich locker an dieser Tafel, auf der sich der Tourist nun orientieren kann.


Immerhin gab es am Monatsanfang schon einen Hauch Rosa .

Am rechten Rand meines 12tel-Blick-Fotos verweist jetzt eine Tafel auf die Mietfahrräder, die aber, wie man sieht, noch auf sich warten lassen. Mal schauen, ob sie im Mai hier parken werden.


Das nenne ich eine tolle Steigerung, die Natur hat richtig Fahrt aufgenommen. Was kann der Mai da noch an Überraschungen bringen?




Die 12tel-Blick-Fotoaktion hat jetzt eine neue Heimat bei Eva (verfuchstundzugenäht) gefunden. Fein, dass Du uns aufnimmst, liebe Eva!




Sonntag, 29. April 2018

Lieblingsfarben

"Bunt ist meine Lieblingsfarbe."

Walter Gropius

Manchmal habe ich das Gefühl, dass unsere Welt zunehmend farbloser wird. Die beliebtesten Autofarben sind Grau, Schwarz und Weiß. Doch auch drinnen liegt monochromes Einrichten der Wohnung voll im Trend. Da hoffe ich, dass sich die Modefarben Violett, Gelb und Rot in der Sommermode durchsetzen, sonst wird mir die Umwelt wirklich zu eintönig.

Ja, ich oute mich jetzt als Farbfreak...


Ich mag es, wenn alltägliche Gegenstände, wie z.B. die Bienenstände oder dieses Vogelhäuschen liebevoll farblich gestaltet werden.
Sofort hebt sich meine Laune bei diesem Anblick (und die vieler anderer Menschen gewiss auch).




Im Sommer hole ich mir regelmäßig bunte Blumensträuße aus dem Dorf ins Haus. Aber ich mag auch Blumenzusammenstellungen gerne, die ruhiger und sanfter in den Farbtönen sind. Nur ohne die Farben von Blumen im Haus mag ich nicht auskommen müssen.




Am Quilten mag ich das Spiel mit Farben und Formen. Ich hab es noch nie geschafft, einen monochromen Quilt zu nähen. Aber das Spiel mit wenigen ausgewählten Farben finde ich auch spannend.


In der Natur finde ich alle Farben wunderbar, auch wenn sie gelegentlich etwas giftig erscheinen.
An den Wänden in meiner Wohnung mag ich allerdings nicht jeden Farbton. Es herrscht hier weiß vor - damit die Farben im Raum zur Geltung kommen können. Aber wir haben durchaus auch einzelne  z.T. kräftig-farbige Wände. Nur graugrüne oder mintfarbene Wände vertrage ich nicht wirklich gut.


Auch im Garten darf es bunt zugehen. Manchen Sommer verliebe ich mich in eine bestimmte Geranienfarbe, die dann eine Saison lang ein bisschen den Ton angeben darf, aber in einem immer noch buntem Orchester...



Farben sind für mich lebensnotwendig. Wer mit Achromatopsie (echter Farbenblindheit) auf die Welt gekommen ist, kennt es ja nicht anders. Aber einen freiwilligen Farbentzug kann ich mir nicht vorstellen.



Unser erster Hund war recht bunt - braun-weiß-schwarz-meliert mit einem blauen und einem braunen Auge. Der Lockenhund ist tiefschwarz und muss mit bunten (selbst gefertigten)  Halsbändern oder farbigen Geschirren farblich aufgepeppt werden.




Die bunten Holzhäuser in Schweden standen Pate, als wir die Farbe unseres Hauses auswählten. Falunrot kam auf Platz 2...




Meine Lieblingsjahreszeiten sind Frühling und Herbst, was nicht nur an den milden Temperaturen liegt, sondern auch an deren Farben.




Mit Pastellstiften, Aquarellfarben, Farbkreiden  u.ä. mit Farben zu spielen, mochte ich schon immer. Als ich noch unterrichtete habe ich mit Leidenschaft große bunte Tafelbilder erstellt.




Starke Farben rufen bei manchen Menschen auch starke, negative Gegenreaktionen hervor.
Zumindest erregen sie Aufmerksamkeit (hab ich beim Hausbau durch die Wahl der Küchenwandfarbe mal erleben dürfen. Wer hätte gedacht, dass die sich so schnell herumsprechen würde? Dabei sieht man sie jetzt hinter den Küchenmöbeln kaum noch...)



Für die Kinder, die eigenen früher, wie auch die Enkel, vernähe ich gern schöne bunte Stoffe.

Da ich blond und hellhäutig bin - wohl eher ein Sommertyp - findet man in  meinem eigenen Kleiderschrank so gut wie nichts in Gelb- oder Orangetönen. Ansonsten sind die meisten Farben vorhanden.  Ich glaube, Blau steht mir besonders gut.



Auch bei Schuhen mag ich farbliche Vielfalt, gern auch in blau, puderrosa oder rot (ob die genau solche magischen Kräfte haben, wie Dorothys rote Schuhe im "Zauberer von Oz"?)


In meinem Geschirrschrank herrschen die Farben Blau und Weiß vor. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich total vernarrt in japanische Porzellanmuster bin.


Danke liebe Astrid (Lemondedekitchi) für dein  schönes Monatsthema "Farben".