Dienstag, 30. Januar 2018

Gelockter Ruhepol {Tell a Story}

An meinen Lieblingsplätzen, fühle ich mich wohl,  kann ich Kraft tanken, Ruhe finden und Gedanken segeln lassen. Doch um den Ruhepol zu finden, gehe ich gar nicht erst vor die Tür.

Heute dreht es sich bei Emmas Fotoprojekt um den "Ruhepol".  Dieser sollte ja irgendwie Gelassenheit, Entspannung, Ausgeglichenheit vermitteln, oder?

Bis vor zwei Jahren hätte ich spontan auf unsere Hündin Ashley gezeigt, die aus ihrem tiefsten Wesen eine innere Ruhe und gelassene Heiterkeit ausstrahlte und über zwölf Jahre der Ruhepol der gesamten Familie war. Leider ist sie nicht mehr und der Lockenhund versuchte, in die großen, liebevollen Fußstapfen treten. Keine leichte Aufgabe...

Daheim hat sie es schon ganz gut geschafft. Das ist ja auch der Ort, wo man einen Ruhepol sucht.



Was sie als ausgebildeter Therapiehund gelernt hat, weiß sie noch immer gut anzuwenden. Mit 9 Jahren ist man auch als Hund drinnen etwas gemütlicher.
Missstimmungen oder Traurigkeit bei ihren Menschen schätzt sie nicht. Natürlich versucht sie zu schlichten oder trösten.
Fühlt sie sich überfordert, zieht sie sich auffällig zurück (im extremen Fall in den Keller).  Ein deutlicheres Zeichen für uns Menschen, wieder zurück zu heiterer Gelassenheit zurückzukehren, gibt es wohl kaum...
Dann trabt der Ruhepol wieder rutenwedelnd an: Alles wird gut!



Draußen in der Natur allerdings hat die Gelassenheit und Ausgeglichenheit ihre Grenzen.
Kein Problem mit Joggern, Radfahrern, Menschenmassen, anderen Hunden, Pferden, Autos, Motorsägen, Feuerwerk etc., das ist wirklich sehr entspannend.
Manch ein Passant lässt seine Hand glücklich ins Lockenfell gleiten, was der vierbeinige Ruhepol ungemein genießt. Selbst Schafe auf der Weide halten den Lockenhund für ihresgleichen...

Aber: Leider switcht der Schalter von der Ruheposition  prompt in die anstrengende Aktivitätsposition, wenn die exzellenten Jagdhundegene durch interessante Gerüche aktiviert werden. (Kein Wunder, die meisten ihrer Vorfahren und auch die Geschwister wurden/werden auch noch jagdlich geführt.)
Seufz, man kann halt nicht alles haben... Was ist im Leben schon perfekt? Ein lebendes Wesen im Dauer-Ruhe-Modus wäre gewiss doch etwas langweilig. Ausleben darf sie die hervorragende Nase dann im Mantrailing-Training.


Gell, da blitzt der Schalk aus den Augen... ist ja auch toll, wenn man mit Kindern spielen darf.


(Die Stoffkatze dem Foto gehört übrigens dem Lockenhund und wird heiß geliebt.)

Jetzt bin ich sehr neugierig auf Euren Ruhepol!

verlinkt bei Emma

Montag, 29. Januar 2018

12tel-Blicke im Januar

Wie schön, wir starten in eine neue Runde des 12tel Blick-Fotoprojektes!
Herzlichen Dank dafür, liebe Tabea, mir ist diese Aktion sehr ans Herz gewachsen. Seit 5 Jahren bin ich nun dabei. 
Erinnert Ihr Euch? 2013 bin ich mit Hund (der nun seit 2 Jahren verstorbenen Ashley) direkt ans Seeufer gegangen, 2014 waren wir am Weiher, 2015 besuchten wir zwei Stellen am Bodensee, 2016 standen wir am Obermarkt in Konstanz, 2017 gab es mit dem Schlösschenblick, den Obstwiesen und dem Park am See gleich drei Standorte.
Ich merke gerade, nur in einem Jahr spielte der See keine Rolle...

Dieses Jahr habe ich zwei ganz unterschiedliche Standorte ausgewählt  - einmal Stadt, einmal Land.  Zudem berühren sie die Themen der Vorjahre ein bisschen. Mal sehen...
Wie in den Vorjahren werde ich Euch auch in den kommenden Monaten immer ein paar Details aus dem Umfeld der jeweiligen Standorte zeigen.

Mein erster Fotostandort befindet sich auf einer seit Jahren von uns oft gelaufenen Hunderunde. Schon mit den beiden verstorbenen früheren Hunden war ich hier und habe den Blick in die Ferne und die Ruhe genossen.
Von hier aus sehen wir den Weiher (vom 12tel-Blick 2014)  und auch den Bodensee - also wieder ein bisschen Wasser....
Im Januar habe ich den seltenen Augenblick abgepasst, dass mal ein bisschen Schnee die Wiese überzuckerte.
Rechts ist aktuell und passgenau ein Baum von Burglind ins Bild gekippt worden. Mal sehen, wie lange er dort liegen bleiben wird.
Gespannt bin ich, ob ich den genauen Foto-Standort jeden Monat wiederfinde (hoffentlich fällt keiner den Baum in meinem Rücken oder pustet ihn gar um ...).

No. 1


Land: Blick auf den Mühlenweiher
17. Januar 2018, 16.10 Uhr, 2 Grad


Den zweiten Standort finden wir in Konstanz auf der Laube, die dort verläuft, wo sich früher die westliche Stadtmauer und der Stadtgraben befanden. Die Stadtmauer wurde um 1830 abgerissen und der Graben mit den Steinen verfüllt.
Hier ist es nicht immer so leer wie auf dem Bild, aber im Januar sind wir am Samstagmorgen hier, die Geschäfte sind fast alle noch zu. Dafür ist es für einen Januarmorgen wirklich frühlingshaft warm.

No. 2


Stadt: Auf der Laube
Samstag, 27. Januar 2018, 9.45 Uhr, 7 Grad


Ich bin gespannt, was sich so im Laufe des Jahres hier ereignen wird.

Auf Tabeas Blog werden wieder am 30. jeden Monats die verschiedenen Standorte verlinkt. Seid Ihr dieses Jahr auch mit von der Partie?  (Hier könnt Ihr alles Wichtige zum Fotoprojekt nachlesen.)


Samstag, 27. Januar 2018

Drei.... {samstagsplausch / In Heaven}

"In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter."

Hans Carossa



GEZÄHLT: mehrmals auf drei. Drei ist eine magische Zahl... (oben und unten 'Drei beste Freunde')

GEFÜTTERT:  Möhren für die Langohren (um die Freundschaft zu festigen...)




GEFÜHLT: wie im Frühling bei diesen Temperaturen. Der Wetterbericht sagt ja für Anfang Februar Schnee voraus, ich bin gespannt...

GENOSSEN: die herrlichen Morgenhimmel, auch wenn ich für die Sonnenaufgänge zu spät unterwegs bin, weil ich erst die zweite Morgenrunde mit dem Hund übernehme (drei Himmel für Katja)



Säntis im Morgenrock


GELESEN: J. Ryan Stradal: Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens. Gerade habe ich das neue Buch von Haruki Murakami begonnen: Die Ermordung des Commendatore 1. 

GELACHT: über Frühlingsgefühle bei den Eichhörnchen, die sich wie wild rund um den Baumstamm gejagt haben. Der Lämmerkindergarten tobte mit zehn oder mehr Lämmchen immer den Hang entlang, umrundete den Obstbaum und rannte zurück - kurze Verschnaufpause - und auf ein Neues. Und nochmal. Und weiter so...

GESEHEN: Frühlingsblüher: Winterlinge, Schneeglöckchen, Haselblüten und Krokusse (dreimal Frühlingsboten)




GENÄHT: Juchu, der Babyquilt ist fertig gequiltet und umrandet. Ich werde ihn Ende März hier zeigen...

GEWOLLT: die Nähmaschine in die Inspektion bringen. Dort ist aber gerade "Fasnachtsstau" bei den Reparaturen und Inspektionen. Da versuche ich es lieber noch mal in einem Monat. Wie soll ich drei Wochen ohne meine Nähmaschine aushalten??? (Ich frage dann mal, ob sie eine Ersatzmaschine bereit halten, in der Autowerkstatt bekommt man ja. wenn das eigene Auto in der Reparatur steht. auch einen Ersatzwagen...  *hoff*)

GEFUNDEN: Schönes und Liebes:
am Waldrand - ein feiner Gruß vom hiesigen Mandalafreund (ich weiß noch nicht, wer hier Freude verschenkt).
Im Briefkasten - Post aus Israel von Maren, die die Eye-Poetry #11 zum Anlass nahm, Tag und Nacht sich im Morgengrauen begegnen zu lassen. Wunderschön! Danke für die liebe Post, Maren!





GECLICKT: Eine Flugreise mal mit dem Auto unternehmen - wem kommt da nicht einiges sehr bekannt vor? (Jetzt weiß ich auch, wie die Koffer eingeladen werden...)

GEÄRGERT: dass man das tolle Dreifach-Mondereignis (Supermond, Blue Moon und Blutmond) am Mittwoch, 31.1. bei uns nicht wirklich gut wird sehen können.




Was macht Ihr am Wochenende? Ich werde es ausnutzen, dass ich meine Nähmaschine noch zur Hand habe und Frühlingssachen nähen.
Irgendwann sollte ich mich auch an mein Werk für die Eye-Poetry #12 machen, denn ich habe jetzt endlich eine Idee.
Ich bin ja gespannt, ob mir am Wochenende noch spontan ein zweites Motiv für die 12tel-Blick-Foto-Aktion über den Weg läuft. Letztes Jahr ist es mir so mit dem Schlösschenblick gegangen. Die letzte Gelegenheit, denn am Anfang nächster Woche startet die neue Runde.

Sitzt Ihr auch bei Andreas Samstagsplausch am Kaffeetisch?

Macht Euch ein feines Wochenende!


Donnerstag, 25. Januar 2018

Monatscollage im Januar

Liegt es daran, dass ich noch immer auf den Winter warte, dass ich mich wundere, dass der Januar fast schon vorüber ist?   


* Der Januar brachte viel Wasser, und hatte wettertechnisch viel Abwechslung im Gepäck. Von Schnee über Regen, Nebel, Sturm und auch mal frühlingshafte Temperaturen.

* Die Tierwelt war schon recht munter, Eichhörnchen und Lämmchen zeigten wilde Spiele und dachten wohl schon an den Frühling. Wir freundeten uns nun mit einem Eseltrio an.

* Aus Vermont bekamen wir Eindrücke von extrem tiefen Temperaturen und unheimlich viel Schnee, während ich bislang hier kaum mal Handschuhe oder den Wintermantel getragen habe

* Ich habe den ersten Babyquilt fertig gestellt. 

* Die Eye-Poetry #12 startete

* Wieder einmal Arztbesuche und der Wunsch, endlich wieder gesund zu sein.

verlinkt bei Birgitts Monatscollagen

Dienstag, 23. Januar 2018

Meine Lieblingsplätze {Tell a Story}

Jeden Dienstag möchte in diesem Jahr Emma vom Blog Frühstück bei Emma Foto(s) und dazugehörige Geschichten zum Thema des Dienstags sehen. Heute lautet dieses "Lieblingsplatz".

Werde ich nach Lieblings-Gerichten, -Farben, -Ländern etc. gefragt, tue ich mich immer ein bisschen schwer. Ich lege mich offensichtlich bei meinen Präferenzen nicht gerne fest. Sie ändern sich manchmal im Laufe der Jahreszeiten, der Stimmungen, o.ä.

Genauso ist es bei meinem Lieblingsplatz. Ich habe nicht nur einen einzigen. Überall wo ich gerne in der Weltgeschichte bin, habe ich natürlich mindestens einen.
Was macht denn einen Lieblingsplatz für mich überhaupt aus? Es lässt mich durchatmen, zur Ruhe kommen, die Sorgen mal für kurze Zeit vergessen, Kraft sammeln und beglückt die Sinne.
Wo aber befinden sich denn meine Lieblingsplätze im engen Kreis um meinen Wohnort?

Im Herbst, Winter und Frühjahr sind meine Lieblingsplätze direkt in Seenähe. Zu diesen Jahreszeiten sind sie - vor allem am Morgen - nicht überlaufen. Nie wird der See langweilig, je nach Licht, Tageszeit, Wind und Wetter, Jahreszeit sieht er anders aus.



Viele Uferflächen am See sind zugebaut, die Einwohner können sich glücklich schätzen, wenn es Bereiche gibt, die frei zugänglich sind.
Für mich ist der See ein großer Kraftort. Bestimmt ist er auch ein solcher für den Lockenhund, aber wohl eher wegen des Wassergeflügels, zu dessen Apport er ja eigentlich gezüchtet worden ist.
Während sich der Hund gern ins Wasser stürzen würde, gehöre ich eher zu den Uferstehern.




An den spätsommerlichen und vor allem herbstlichen Abenden zieht es mich dann zu einem weiteren Lieblingsplatz, der nur in kälteren Jahreszeiten zugänglich ist.... (dann wenn niemand auf das Schild 'Privat' klopft, obwohl der schmale Pfad zum Wasser eigentlich öffentlich ist).




Hier sammle ich dann die Farbvorräte ein, von denen ich dann im Winter zehren muss. Einfach still stehen und die Sonne untergehen lassen, bis es finster ist....

Im Sommer liegt mein Lieblingsplatz eher in Waldnähe. Ihr werdet ihn mit leicht veränderter Blickrichtung in diesem Jahr noch besser kennenlernen, denn ich habe ihn als Standort für die diesjährige 12-tel-Blick-Aktion ausgewählt. Keine Sorge, auch von hieraus kann man den See noch sehen... (Den eigentlichen 12-tel-Blick-Standort zeige ich natürlich erst am 30.1...).
Ich habe ihn mit meinem ersten Hund vor 17 Jahren entdeckt und komme seitdem sehr oft hierher.
Der Blick über die Landschaft hat etwas Liebliches und auch Friedliches.     



Ich bin sehr gespannt auf Eure Lieblingsplätze. Sind es auch eher so ruhige Kraftorte, oder dort wo das wilde Leben tobt?


verlinkt bei Emma

Samstag, 20. Januar 2018

Seltsam... {Samstagsplausch, In Heaven}

Seltsam genug
Ein Mensch erlebt den krassen Fall
Es menschelt deutlich - überall
Und trotzdem merkt man, weit und breit
Oft nicht die Spur von Menschlichkeit.

Eugen Roth



GESAMMELT: Wettereindrücke querbeet. Diese Woche war alles drin: Frost, Schnee, Wolken mit und ohne Regen, Sturm, Sonne mit Himmelsblau. Nur vom Sturm habe ich keine Bilder...

GEMOCHT: Habe ich dabei vorallem die eher winterlichen Stimmungen.





GENÄHT: die Quilt-Rückseite. Mit dem eigentlichen Quilten habe ich bereits begonnen. Mal schauen, dass ich am Wochenanfang vielleicht damit fertig werde. Den Binding-Streifen für die Umrandung habe ich schon zugeschnitten, aber das Bindung muss warten, erst muss ich das Muster quilten. (Den fertigen Babyquilt werde ich Euch zeigen, wenn das Baby dann auch auf der Welt ist, denn er soll doch eine Überraschung werden).

GEFRAGT: Welche Erfahrungen habt ihr beim Quilten oder sonstigen Nähen mit den Markierstiften gemacht? Benutzt Ihr Trickmarker, die auswaschbar sind oder von selbst verblassen? Welche bevorzugt Ihr? 

GESCHÄTZT: den Obertransportfuß für meine Bernina, der ist wirklich perfekt fürs Quilten.




GEPLANT: ein paar Frühlingssachen für die Lockenmädchen, aber die rodeln derzeit noch den Driveway hinunter und lernen Langlaufski in der Schule... Also da werde ich erst noch in Ruhe den Babyquilt beenden.

GELESEN: Ich lese parallel zu Azar Nafisi: Reading Lolita in Tehran. A Memoir in Books noch deutsche Literatur. Peter Goldammer: Der Zirkus der Stille konnte mich am Ende nicht ganz überzeugen.
Am Wochenende werde ich wohl J. Ryan Stradal: Die Geheimnisse der Küche des mittleren Westens beenden.




GELACHT: als ich für Astrids aktuelle Linkparty über Spielzeug nachdachte. Hier im Haus liegt ständig Spielzeug herum - das gehört aber sämtlich dem Lockenhund. Enten, Katzen, Hund, Ratten, Hasen, Wiesel etc. (alles was beim Möbelschweden halt so zu bekommen ist.) werden herumgetragen, beschmust, benagt... 
 



GEWOLLT: die Eselfreunde besuchen und ihnen Möhren mitbringen. Die Möhren hatten wir dabei, aber die Esel sind wohl während des Sturms sicherheitshalber im Stall belassen worden.

GEGESSEN: Süßkartoffeln in verschiedenen Varianten (als Suppe mit Kürbis, als Pommes)





GESCHAUT: nach der Farbe des Sees. Während des Sturms war er dunkelgrün, gestern mit ein bisschen Wind tiefdunkelblau.

GEHOFFT: dass Ihr den Sturm alle wohlbehalten und ohne Schäden überstanden habt!



GEFREUT: dass Ursula (ohne Blog) mir ihre schöne Karte geschickt hat, die von der Eye-Poetry #11  vom Ende des vergangenen Jahres inspiriert ist. 

GESCHICKT: eine neue Ausgabe der Eye-Poetry #12 auf den Weg. Vielleicht habt Ihr Lust teilzunehmen?! Die Verlinkung startet am 14.2.



Heute morgen schauen wir mal, wer sich so auf dem Wochenmarkt tummelt und laufen ein wenig durch die Stadt. 
Am Wochenende werde ich wohl vor allem weiter quilten. Mal schauen, was ich lese, während ich auf das neue Buch von Murakami warte. 
Mit Vermont skypen werden wir auch, da muss man immer ein bisschen mit der Zeitverschiebung rechnen...

Habt ein feines Wochenende! 



Dienstag, 16. Januar 2018

15 Fakten über mich und Spielzeug {Über mich}

"Die Quelle alles Gutem liegt im Spiel."

Friedrich Fröbel

Astrid hat sich ein feines Thema für ihre monatliche Linkparty ausgesucht: "Spielzeug". Das hat so manche Erinnerung bei mir wach gerufen.

Hase Hansi, Spielkamerad aus der Kinderzeit von Herrn Holunder

1 Eine begeisterte Puppenmutter war ich nicht. Mir waren die Teddybären lieber. Bis heute weiß ich genau, wie der kleine Putzi und vor allem der große weiße Stoffel aussahen. Letzterer war sogar noch mit Stroh gefüllt. Dieses Geheimnis offenbarte sich, weil ich ihm wohl zu oft oder zu intensiv mit dem Löffel gefüttert hatte...

2 Meine Handarbeitslehrerin in der Grundschule machte mir deshalb keine Freude, als sie uns Mützchen und Schal für die Lieblingspuppe stricken ließ. Ich hatte nie den Drang, meine Spielgefährten selber einzukleiden. Papierene Anziehpuppen fand ich hingegen lustig.

3 Ich kann mich noch an die Puppenstube, wie an den Kaufladen erinnern, die mir meine Eltern hergerichtet haben. Sie wurden intensiv bespielt.
Besonders habe ich aber die Knopfkiste meiner Mutter geliebt. Mit den vielen verschiedenen Knöpfen ließen sich unendliche Fantasiewelten erschaffen.

4 Wenn ich mal die Puppen zur Hand nahm, dann wurden diese frisiert, d.h. die Haare wurden gekürzt. Dummerweise wuchsen sie nicht nach. Irgendwann habe ich mir dann versuchsweise die Haare meines kleinen Bruders im Laufstall vorgeknöpft. Das kam nicht so gut an...

5 Als mein langer Krankenhausaufenthalt mit 7 Jahren anstand, durfte ich mein Lieblingsspielzeug, mein S*teiff-Reh (da nicht abwaschbar oder desinfizierbar) nicht mitnehmen. Was für eine herbe Enttäuschung! Eine verständnisvolle Krankenschwester brachte mir dann (vermutlich habe ich nach meinen Teddys geweint...) eine weiche Teddyhandspielpuppe in die Intensivstation. Die war wohl waschbar und ein großer Trost.

Meine Töchter haben im Handarbeitsunterricht gelernt, selber Spieltiere herzustellen. Dieses hier ist von Liv (lebt jetzt in Vermont).


6 Draußen war mein Lieblingsspielzeug der Tretroller, mit dem ich wohl recht waghalsig fuhr. Das Freihändigfahren mit Roller hätte mich fast ein Auge gekostet. Hatten die Roller früher eine Bremse? Ich hab jedenfalls immer mit den Schuhen gebremst...

7 Mit meinem jüngeren Bruder spielte ich am liebsten über die "Genres" hinweg: Unsere kleinen Spieltiere bevölkerten gleichzeitig ein Reich aus Ritterburg, Cowboystadt und einfachsten Legohäusern (ohne Dach, damit man darin "wohnen" konnte.

8 Vor allem in der Vorweihnachtszeit war ich am elektrischen Kinderofen zugange und habe mit meiner Mutter Plätzchen gebacken, sie im Küchen- ich im Kinderbackofen.

9 Als Studenten sind wir heimlich nachts auf den Spielplatz gegangen und haben geschaukelt.... Was für ein Vergnügen war es, endlich gemeinsam mit den eigenen Kindern wieder spielen zu dürfen. Unsere gemeinsamen Favoriten waren die Ostheimer Figuren, die selbstgemachten Puppenstubenfiguren, der Bauernhof und die Puppenstube die mein Mann selber aus Holz gebaut hat.

10  Meinen eigenen Kindern nähte ich später selber kleine und große (Waldorf-)Puppen bis zur Babygröße. Natürlich habe ich ihnen auch Kleidung genäht. Ob mir als Kind die eigenen Puppen vielleicht zu hart waren, grübelte ich.
Die große Puppe auf dem Bild unten habe ich damals im Auftrag von befreundeten Kindergarteneltern für ihr Kind gefertigt.  Ob sie die Jahrzehnte gut überstanden hat?



11 Gesellschaftsspiele habe ich schon immer sehr gerne gemocht. Allerdings fehlt(e)  mir ab und an die nötige Frustrationstoleranz....

12 Sowohl ich selber als auch meine eigenen Kinder hatten eine Kinderpost. Ein Vergnügen, dass wohl Generationen übergreifend war.

13 Kinderbücher habe ich schon immer geliebt, eine Leidenschaft, die ich dann mit den eigenen Töchtern (und nun Enkeln) wieder ausleben durfte/darf. Meinem jüngeren Bruder hatte ich schon als Kind auch selber kleine Büchlein gestaltet.

14 Die Lieblingsstoffpuppe meiner mittleren Tochter musste ich mehrmals (heimlich!) nacharbeiten, weil Körper oder Kopf so stark "abgeliebt" waren. Sehr praktisch, wenn man das selber machen kann.

15 Ich selber habe leider kein Lieblingsspielzeug aus meiner Kindheit mehr, aber auf meine Töchter wartet ein halber Dachboden voller Spielsachen aus ihrer Kinderzeit. Einige Teile davon und viele Kinderbücher sind schon zu unseren Enkeltöchtern nach Vermont gereist. 

Danke, liebe Astrid, für dieses schöne Thema. Vielleicht mögt ihr Eure Erinnerungen auch noch beitragen?


Montag, 15. Januar 2018

Eye - Poetry # 12 - Die kreative Herausforderung für Januar / Februar 2018


Eigentlich wollte ich ja die Eye-Poetry mit dem Ende des letzten Jahres auslaufen lassen, weil ich die Aktion anfangs als Jahresprojekt geplant hatte. Aber es kamen im letzten Monat so viele Bitten, die "Augen-Poesie" weiterzuführen, dass ich mich nun doch umstimmen ließ.

Eine kleine Änderung möchte ich dabei aber einflechten:
Die Verlinkung wird wieder am 14. des Folgemonats öffnen, aber nur bis zum letzten Tag des jeweiligen Monats offen sein.

Außerdem habe ich gemerkt, dass es mir besonderen Spaß macht, wenn es mir gelingt, mich von dem jeweiligen Text zu einem Werk inspirieren zu lassen, was regelmäßig verwendet wird. Dann klingt einem das Gedicht oder Zitat jedes Mal, wenn man es zur Hand nimmt, wieder im Ohr.
Mal schauen, ob es in diesem Jahr auch öfters klappt, das ist mein persönliches Ziel.
Habt Ihr da auch eine kleine persönliche Herausforderung oder Projekt mit der Eye-Poetry verbunden? 

Ich habe lange über den Text für die 12te Ausgabe der Challenge nachgedacht, als mir plötzlich ein Gedicht eines mir bislang unbekannten Autors unter die Augen kam. Es ist kein typisches Wintergedicht, im Gegenteil, aber es ist doch in bestimmter Hinsicht recht aktuell.
Viel ist in den letzten Monaten über das Insekten- und Vogelsterben geschrieben worden, das wirklich bedrohlich klang. Aber dieses Gedicht traf mich mitten ins Herz. Wann habe ich überhaupt zuletzt eine Lerche gesehen und gehört, so wie hier  und dort ?

Johannes Trojan (1837  Danzig - 1915  Rostock) lebte zu einer Zeit, wo er morgens problemlos noch dem Gesang der Lerche lauschen konnte. Der Schriftsteller und Redakteur schrieb in der Berliner Morgenpost und leitete später den "Kladderadatsch", der dabei zur führenden satirischen Zeitschrift der Bismarck-Zeit wurde. Ein Naturliebhaber war er auch, aber das habt Ihr Euch wahrscheinlich schon gedacht...


Das Lerchenlied

Der Tag bringt seine Sorgen,
mich lässt es unbeschwert,
das macht, ich hab am Morgen
die Lerchen singen gehört.

Nun geh ich durch die Menge,
geh ruhig und mit Lust,
weiß keiner, was für Klänge
ich trag in meiner Brust.

Es klang so süß und labend,
rief Mut und Hoffen wach.
Den Tag lang bis zum Abend
klingt's mir im Herzen nach. 

Johannes Trojan


Ich bin gespannt, wie Euch Lerchengesang und Gedicht im Herzen nachklingt und inspiriert.

Am 14. Februar werde ich  nachfragen, was Euch an interessanten Ideen in den Sinn gekommen ist. Vom 14.  bis zum 28. Februar habt Ihr dann wieder Zeit zum Verlinken.

Hier noch einmal die Spielregeln:

Eure Möglichkeiten sind weit gefächert, je größer am Ende die Vielfalt, desto interessanter ist es doch.

* Eye Poetry - was ist damit gemeint?
"Lyrik fürs Auge" -  Literarisches für das Auge umgesetzt.

* Idee:
An jedem 15. eines Monats stelle ich ein Gedicht, ein Zitat oder ein kurzes Stück Prosa vor.
Wir haben einen Monat Zeit,  einen ganz persönlichen kreativen Weg zu finden, den Text für das Auge umzusetzen, zu interpretieren und in eine neue, eigene Form zu gießen.
Die Form ist frei. Möglich sind z.B.

- Foto, Fotoserie, die speziell für die Eye-Poetry vorgestellt wird
- Darstellung in gemalter, gezeichneter, collagierter, gestempelter ... etc. Form
- künstlerische Installation oder Aktion
- Genähtes, gestricktes, gesticktes, gefilztetes etc. Objekt
- Filmchen
- ...
- und - ja, wenn es zu einer Komposition inspiriert, würden wir es gern auf irgendeinem Weg auch gern hören!

Es gibt keinen falschen oder richtigen Zugang, sondern nur einen ganz persönlichen.
Es geht nicht um Perfektionismus, sondern um kreatives Schaffen, Spaß, Inspiration.
Jeder wählt die Form, die ihm gerade passend erscheint, an der er Spaß hat, wofür gerade die Zeit übrig ist. Und manchmal ist dann vielleicht auch der Zufall im richtigen Moment zur Stelle.

* Vorstellung
Teilnehmen könnt Ihr mit einem eigenen Blog-Posting. Am 14. des Folgemonats verlinkt Ihr die Darstellung Eurer Ergebnisse auf meinem Blog.
(Am besten, ihr sucht für das Thumbnail-Image, das dann hier auf dem Blog erscheint, Euer Ergebnis aus).
Spannend wäre es, wenn Ihr Eure Idee und den Weg dahin schildern würdet. Am Ende sollte auf jeden Fall das  Objekt / Foto/ Bild/ ... stehen mit dem zugrunde liegenden Zitat.

Bedingung ist nur, dass es keine älteren Beiträge sind und/oder die nicht in Zusammenhang mit unserem Projekt erstellt wurden. (Kommerzielle oder Werbung tragende Links sind unerwünscht, da bitte ich um Euer Verständnis).

Gern dürft Ihr diesen Button mit auf Euren Blog nehmen:

Viel Spaß!!!

Samstag, 13. Januar 2018

Der Augenblick ist mein.... {Samstagsplausch / In Heaven}

Betrachtung der Zeit

Mein sind die Jahre nicht,
Die mir die Zeit genommen:
Mein sind die Jahre nicht,
Die etwa möchten kommen.

Der Augenblick ist mein.
Und nehm' ich den in acht
So ist der mein.
Der Jahr und Ewigkeit gemacht.

Andrea Gryphius



GEFUNDEN: drei neue Freunde (der dritte Esel ist nicht im Bild). Ich mag Esel so gerne. Ihr auch?

GESUCHT: nach schönen Himmelsstimmungen (für Katjas Fotoaktion "In Heaven"), was bei dem grauen Wetter hier bei uns gar nicht so einfach war. Manchmal kann Nebel ja auch sehr zaubrisch wirken, aber ein bisschen Farbe und Licht tut dann wirklich gut.


GEMOCHT: diese Nebelrunde mit dem Hund. Da kann ich mir sicher sein, dass ich auf der anderen Seite der Brücke niemanden treffe....




GECLICKT: Claudia schreibt über ihr Leben in Japan. Ein immer wieder spannender Blog!




GESTAUNT: über das Päckchen, in dem Astrid mir ein wunderschönes, selbst genähtes Täschchen sandte.

GESCHMÜCKT: ist die Stadt teilweise noch mit weihnachtlichen Motiven, da wehen schon die ersten Fasnachtsbändel im Wind





GEHÖRT: Marimba und dabei so gute Laune bekommen




GELACHT: dass ich in Sachen Blumen wohl meinen rosa Monat habe: begonnen mit einem rosafarbenen Christstern, rosa Tulpen schickten mir die Töchter eine gemischten  großen rosa Blumenstrauß. Passt alles perfekt zusammen, wunderbar!

GEFREUT: an der Hamamelis und an den ersten Schneeglöckchen




GELESEN: immer noch an Azar Nafisi: Reading Lolita in Tehran. Über Bernhard Schlink: Olga habe ich eine Rezension für Euch geschrieben. Begonnen habe ich Holly Goldberg Sloan: Glück ist eine Gleichung mit 7

GENÄHT: Das Quilt-Top für den ersten Babyquilt. Am Wochenende ist die Rückseite dran.


GEÄRGERT: über einen Paketdienst, der dafür sorgt, dass wir heute noch völlig unnötigerweise durch die Gegend gurken müssen

GEGRINST: über die giftgrünen bemoosten Bäume. Eine richtig coole Farbe! Als würde so ein Alien seine Greifer in den Waldboden senken...




Am Wochenende werde ich die Rückseite des Babyquilts nähen und in den Beständen wühlen, ob mein Fundus noch das "Batting" das Vlies hergibt, oder ob ich neues bestellen muss. 

Dann muss ich mir Gedanken über den Fortgang meiner Eye-Poetry-Challenge machen,  dass ich am Anfang der Woche hier ein bisschen was darüber berichten kann. 

Eigentlich vermisse ich den richtigen Winter ein wenig. Ein bisschen Schnee und Kälte würde ich schon gern noch haben. Geht es Euch auch so oder seid Ihr schon total auf den Frühling umgepolt?

Habt ein feines, buntes Wochenende!